• 16.4.96

    Die Trinitätslehre neutralisiert das Angesicht, sie macht die Theologie zur Theologie hinter dem Rücken Gottes. Sie ist ein Produkt der Logik der Schrift, nicht des Worts.
    Antizipiert der Geist, der über den Wassern schwebt, nicht schon das andere Element des Himmels, das Feuer: als Luft (als Hauch und Atem Gottes)?
    „Fest soll mein Taufbund immer stehen“: So wird die Bekenntnislogik durch einen Schwur begründet. Ist nicht jedes Bekenntnis auch ein Stück Verschwörung, und ist deshalb die Bekenntnislogik so anfällig für Verschwörungstheorien?
    Hängt nicht das „Du sollst nicht schwören“ (Mt 534ff, Jak 512) mit der Selbstbegründung des Glaubens zusammen, und trifft es nicht den Kern der Logik des Glaubens?
    Gibt es eine Beziehung des Schwurs zur Konstituierung der Naturwissenschaften (der subjektiven Formen der Anschauung)?
    Beerscheba: Der Name bezeichnet sowohl den Schwurbrunnen als auch den Siebenbrunnen. (Hat die Formel „von Dan bis Beerscheba“ etwas mit Orion und den Plejaden zu tun? – Vgl. Amos)
    Jakobusbrief: Wie hängen Schwur und Irrtum (die Siebenzahl mit den „Planeten“, den Irrsternen) zusammen? Oder: Hängt die Auferstehung Jesu mit der Befreiung der Maria Magdalena von den sieben unreinen Geistern zusammen?
    Gründet nicht auch die Ehe in einem Schwur? Aber ist dieser Schwur nicht das Abbild der Beziehung Gottes zu Israel (und zur Kirche)? Bezeichnet nicht der apokalyptische Begriff der Unzucht den Mißbrauch (die Instrumentalisierung) dieses Schwurs (ein Mißbrauch, der sowohl „naturphilosophische“ als auch „religiöse“ Bedeutung hat, in ihrer Beziehung zur Herrschaft gründet)?
    Die Längenkontraktion und die Zeitdilatation wie auch die Äquivalenz von Materie und Energie sind keine universalen Bestimmungen, sondern richtungsbezogen. (Das Angesicht ist die Widerlegung der Unendlichkeit des Raumes; oder: die Unendlichkeit des Raumes leugnet das Angesicht.)
    Der Fortschritt der Subjektivierungsgeschichte geht über die Verdrängung der sinnlichen Qualitäten, die Unterdrückung der Fähigkeit zur Herrschaftskritik bis hin zur Unfähigkeit zur Schuldreflexion, zur Verwandlung der Schuld in Schuldgefühle (die dann den Mechanismen des Schuldverschubsystems gehorchen).
    Der Jakobusbrief bewegt sich diesseits der Christologie, der Opfertheologie und der Bekenntnislogik („auch die Dämonen glauben es und zittern“ 219).
    Ist die concupiscentia, die die alte Theologie mit der Sexualität gleichgesetzt hat, nicht etwas Objektives; ist nicht das Geld ihre Verkörperung?
    Die Selbstaufklärung der Astronomie wird erst zusammen mit der Selbstaufklärung der Banken möglich sein.
    Woher kommt der Name der „Heiden“, wodurch unterscheiden sich die Heiden von den Völkern? Auch hier käme es darauf an, das Paradigma Innen/Außen durch das andere: Im Angesicht/Hinter dem Rücken zu ersetzen. Die Heiden sind ein Produkt des Hellenismus: Sie haben die Stelle der Barbaren eingenommen (und die Christen zu Hebräern gemacht).
    War nicht jede dogmatische Ausgrenzung auch ein Instrument der Rechtfertigung?
    Jak 119: Beitrag zur Kritik der transzendentalen Ästhetik und Logik. Das Objekt ist ein Produkt des schnellen Redens und des schnellen Zorns.
    Jak 413 – 56: Ist heute nicht 413-17 zu einem Element von 51-6 (die Zirkulation zu einem Teil der Produktion) geworden? (Absicherung der Produktion durch Rationalisierung der Marktchancen; Marktforschung und PR als Instrumente der Stabilisierung des Absatzes).

  • 15.4.96

    Als Urteilsmoral hat die christliche Sexualmoral die Gottesfurcht durch das schlechte Gewissen ersetzt, das die Menschen beherrschbar macht.
    Die Bekenntnislogik ist die Logik der Objektivierung und Instrumentalisierung der Wahrheit. Deshalb gibt es kein Bekenntnis ohne Opfertheologie. Und der Götzendienst war bereits eine experimentelle Vorform der Bekenntnislogik.
    Die Lohnarbeit war der Beginn eines Prozesses, der darauf abzielt, am Ende auch die Zirkulation in die Produktion mit einzubeziehen, (durch Marktanalyse und Reklame beherrschbar zu machen). Die Globalisierung des „freien Marktes“ hat die Logik des Kapitals (ähnlich wie die Staatsschutzjustiz die Logik des Rechts) zur transzendentalen Logik (zu einem Instrument der Konstruktion von synthetischen Urteilen apriori) gemacht.
    Ist nicht das Wort über den Handel und an die Reichen (Latifundienbesitzer) bei Jakobus an Griechenland und an Rom adressiert?
    Die Blinden und die Lahmen: Läßt sich diese Konstellation nicht an der Beziehung zum Faschismus demonstrieren? Werden nicht die, die den Faschismus durch Verurteilung (aus der Sicht der Nachgeborenen) bannen wollen, blind, und die, die ihn von innen (aus der Sicht seiner Opfer) begreifen wollen, lahm?
    Die Menschen leben nicht (wie die Tiere) in der Natur, sondern in der Welt. Die Welten der Tiere, sind allesamt Teil der Natur (die Natur ist der Inbegriff aller Objekte von Urteilen: das Tier ist ein lebendiges Objekt eines Urteils).
    Zum Symbol des Kreuzes: In der Mathematik sind wir die Opfer einer Logik, die uns beherrscht; die Beweislogik ist die Logik dieser Herrschaft, einer Logik, deren Ursprung wir nicht kennen, und an deren Ursprung wir nicht heranreichen.
    Wenn der Staat die Organisationsform einer Gesellschaft von Privateigentümern ist, dann, so scheint mit, verweist das auch auf den Ursprung der Mathematik (des „Bogens in den Wolken“?).
    Ist der Bogen in den Wolken das hebräische Gegenstück zum griechischen Gnomon?
    War nicht die Darstellung der Praxis der Getreide-Spekulation und ihrer Folgen bei Frank Norris (in dem Roman, der Bert Brecht zum Marxisten gemacht hat), noch harmlos gegenüber der Funktion und Bedeutung, die die Spekulation (als reine Geldspekulation) heute gewinnt? Die Hypothese wäre zu prüfen, ob nicht das Geld-Spekulationsgeschäft, das nicht nur (wenn auch vor allem) Banken betreiben, mit der Explosion der Armut, die ganzen Bevölkerungen die Existenzgrundlage entzieht, zusammenhängt, und das nicht nur symbolisch, sondern real.

  • 7.4.96

    Last und Joch: Moralische Urteile partizipieren an der Logik der Verurteilung, deren Instrument und Medium die subjektiven Formen der Anschauung sind. Es gibt keine Verurteilung ohne projektiven Anteil; die Verurteilung pflügt mit Rind und Esel gemeinsam.
    Zur Erkenntnis des Guten und Bösen: Das Gute und Böse sind Eigenschaften (Attribute) der Dinge, die ihnen nicht von Natur anhaften, sondern durchs Urteil konstituiert sind.
    Zur Theorie des Urteils: Sind die Attribute der Dinge (die Prädikate) das Widerbild der Attribute Gottes, deren imperative Struktur sie ironisch nachbilden? Deshalb ist das Absolute das ironische Widerbild Gottes.
    Verwaltungshierarchien sind ein Bild der Engelhierarchien, gefallen aufgrund der Verführung durch Allmachtsphantasien. Die Ausbildung und Entfaltung der Verwaltung hat der traditionellen Engellehre den Boden entzogen.
    Ist nicht das Fernsehen eine Verkörperung der drei Versuchungen Jesu: Es gibt Steine statt Brot, es führt auf den hohen Berg und verspricht dem, der niederfällt und es anbetet, die Herrschaft über die Reiche, die man dort sieht, und es führt auf die Zinne des Tempels und fordert auf, im Vertrauen auf die Engel sich herabzustürzen.
    Korrektur: Das Fernsehen ist die Fata morgana in der durch die Ökonomie verwüsteten Welt.

  • 6.4.96

    Prophetie: So tief in die Realität eindringen, daß die Katastrophe, auf die sie hinausläuft, ablesbar wird.
    Das Christentum hat, als es die Prophetie (um den Preis des Antijudaismus) historisierte, sie gegen sich selbst gekürzt.
    Abenteuer: Die ritterliche Welt war die Wiederholung der heroischen Welt, aber als Farce.
    Finsternis und Licht: Steckt in der Beziehung beider nicht ein Hinweis auf den Schöpfungsrhythmus, den Rhythmus von Katastrophe und Rettung? Das Licht ist die erhellte Finsternis.
    Jonas: In vierzig Tagen wird Ninive zerstört. – Vierzig Tage war Jesus in der Wüste, bevor ihn der Satan dreimal versuchte.
    Das Zeichen des Jonas: Es ist nicht eingetreten. Jerusalem hat sich nicht bekehrt und wurde zerstört. Oder gilt das Zeichen des Jonas erst für die theologische Tradition vom Weltuntergang?
    Jonas: Es gibt eine Form der Prophetie, die dadurch bestätigt wird, daß sie nicht eintritt.
    Das Zeichen des Jonas: War nicht Simon Petrus der Sohn des Jonas oder auch des Johannes? Ist Johannes Jonas? Und ist die Johannes-Offenbarung der Spruch des Jonas in Ninive (wie groß war Ninive, und weit ist Jonas in Ninive hineingegangen)?
    Das Fernsehen ist die Fata morgana in der Wüste.
    Der aufgespannte Himmel ist der Grund des Zeitkontinuums.
    Das Geld ist kein Naturprodukt, kein Teil der Schöpfung, ebensowenig ist es die Bekenntnislogik, die Religion. Aber wie verhält es sich mit dem Raum? Ist der Raum nicht von der „Feste des Himmels“ abstrahiert, und ist diese Abstraktion nicht der Grund, aus dem das Geld und die Bekenntnislogik, der Staat und die Religion, erwachsen sind?
    Durch die historisierende Ausblendung der Prophetie, durch die Verdinglichung des Hörens zum Gehorsam, ist die Schrift für das Christentum zu einer Sammlung exemplarischer Geschichten geworden. Daß ein Großteil der „biblischen Geschichten“ in dieses Konstrukt nicht hineinpaßte und ausgeklammert werden mußte, hat dann zur Diskreditierung des „Alten Testaments“, das an das Niveau des „Neuen Testaments“ nicht heranreichte, beigetragen. War nicht das Alte Testament durch das Neue eigentlich hinfällig geworden? Erst wenn der Bann der Bekenntnislogik gesprengt wird, der Gehorsam zum Hören sich bekehrt, und d.h im Kontext der Gotteserkenntnis gewinnt die Schrift auch ihre praktische Relevanz zurück.

  • 5.4.96

    „Post haec accepit de substantia sua et discessit ad mare …“ Diesen Satz aus der lateinischen Quelle des altfranzösischen Alexius-Liedes übersetzt Erich Auerbach wie folgt: „Darauf nahm er etwas von seinem Vermögen und begab sich zum Meere …“ (Mimesis, S. 114). Enthält die Übersetzung von substantia mit Vermögen nicht den Schlüssel zum materialistischen Verständnis der Philosophie? War der Begriff der Transsubstantiation vielleicht ein hilfloser Versuch, das Tauschprinzip zu verstehen? Und wenn Hegels Philosophie mit dem Programm antritt, „die Substanz als Subjekt“ zu begreifen, war das nicht schon ein verschlüsselter Ausdruck der Marxschen These, daß die den historischen Prozeß bewegenden Kräfte die ökonomischen sind?
    Hinweis auf den logischen Grund der Opfertheologie: Die Konstituierung der Raumvorstellung zieht die Vorstellung nach sich, daß die Materie von außen in den Raum hineinkommt. In der gleichen Bewegung konstituiert sich die Materie als „träge Masse“; sie stößt ihre sinnlichen Qualitäten von sich ab, die danach auch gleichsam nur von außen in sie hereinkommen, wobei als dieses Außen der Materie, das im Raum keinen Halt findet, nur das Subjekt noch übrigbleibt. Die naturwissenschaftliche Aufklärung hat dem Begriff des Opfers den Grund entzogen, ohne ihn wirklich aufzulösen. Barmherzigkeit, nicht Opfer: Die Naturwissenschaften haben nicht nur dem Opfer, sondern auch der Idee der Barmherzigkeit den Grund entzogen; sie haben, indem sie das Opfer durch seine Universalisierung gegenstandslos (und zu einer bloßen Manifestation von Gewalt) gemacht haben, die Barmherzigkeit blind gemacht („Ihr laßt die Armen schuldig werden“).
    „Sie (die Ereignisse und Figuren des Alten Testaments, H.H.) haben keine Wirklichkeit mehr, sondern nur noch Bedeutung“ (Mimesis, S. 113): Diese Bemerkung Erich Auerbachs über die frühchristliche Verarbeitung der Vorvergangenheit des Christentums verweist auf den (opfertheologischen) Ursprung dessen, was seitdem Bedeutung heißt. Bedeutung hat eine Sache nicht an sich, sondern nur für etwas; der Begriff der Bedeutung schließt die Funktionalisierung schon mit ein, von der gewaltsam abstrahieren muß, wer versucht, so etwas wie eine „objektive Bedeutung“ einer Sache, eines Begriffs, dingfest zu machen.
    Der Sinn erinnert an die Sinnlichkeit, die Passivität der Wahrnehmung, die Bedeutung ans Deuten, sie enthält ein aktives, deiktisches Moment. (Hat diese Unterscheidung etwas mit mit den Zeichen an Kopf und Hand in der Apokalypse zu tun?)
    Die Definition der Wahrheit als Übereinstimmung von Begriff und Gegenstand bannt das Proletariat auf die Objektseite der Welt, und mit der Proletarisierung aller (mit der Verwüstung der Welt durch die Ökonomie) die Menschheit.
    Im 7. Kapitel der Johannes-Apokalypse werden die Stämme Israels aufgeführt, aber mit folgenden Abweichungen: Während der Stamm Dan fehlt, wird der Stamm Manasse genannt, obwohl auch der Stamm Joseph (zu dem er gehört), mit aufgeführt wird, während Ephraim (der andere Halbstamm Joseph) wiederum fehlt. Hat das etwas mit der Rolle dieser Stämme im Buch der Richter zu tun?
    Der Drache hat die Kronen auf seinen sieben Häuptern (Apk 123), das Tier aus dem Meere hat die Kronen auf seinen zehn Hörnern und auf seinen Köpfen gotteslästerliche Namen (131). Ist das nicht ein ungeheurer Hinweis?
    Ist nicht der Hebräer-Brief, in dem übrigens die einzige Stelle sich findet, an der das „Neue Testament“ definiert wird, der Beweis dafür, daß das Christentum Israel nicht beerbt hat? Das Christentum ist ein Hebräertum, das sich fälschlich für Israel gehalten hat. Diese Verwechslung war tödlich.
    In Bubers Bibel-Übersetzung gibt es den Begriff der „Weltzeit“. Den gleichen Begriff haben die Christen immer mit Ewigkeit übersetzt. Ist nicht die Bubersche Übersetzung in diesem Falle besser?
    Sind nicht die theologischen Konstruktionen, die die Seligkeit als „selige Anschauung Gottes“ und als „Teilhabe am innertrinitarischen Prozeß“ definieren, exakte Darstellungen der Hölle?
    Der Satz, daß der Schrecken des Faschismus durch Verurteilung sich nicht bannen läßt, gilt auch für die Kirche.
    Das Wort „Barmherzigkeit, nicht Opfer“ gewinnt heute, angesichts der entfalteten Naturwissenschaften, auch kosmologische Bedeutung.
    Himmel und Erde sind Manifestationen eines vorweltlichen Urteils; darauf bezieht sich der biblische Schöpfungsbegriff, das bara. Deshalb sind die großen Seetiere wie auch die Menschen erschaffen. Die Erschaffung des Menschen war dreifach: in seinem Bilde (im Angesicht Gottes), im Bilde Gottes (im Bilde seiner Attribute) und als Mann und Weib.
    Wider die Harmonie und die Geborgenheit: Das Sich-Reiben ist auch eine Methode der Erzeugung des Feuers. Hat das etwas mit dem Satz „Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu bringen, und ich wollte, es brennte schon“ (Lk 1249) zu tun?
    Ist Helmut Kohl, der sich immer auf das Urteil der Geshichte beruft, nicht selber der Protagonist der Revision des geschichtlichen Urteils über den Faschismus, der real-ironischen Realisierung des faschistischen Ziels der Weltherrschaft mit den „rationalen“ Mitteln der Ökonomie. Dazu paßt der Slogan der „Versöhnung über den Gräbern“, in denen endlich Täter und Opfer vereint sind.
    Ist nicht Antje Vollmer die feminine Version Kinkels bei den Grünen?
    Im Buch Esther gibt es die Stelle, daß ein Erlaß des Königs „an die Gaue (Provinzen) in ihrer Schrift, an die Völker in ihrer Sprache und an die Juden in ihrer Schrift und in ihrer Sprache“ ergeht. Die Gaue (Provinzen) sind Verwaltungseinheiten, und die haben die Schrift als Grundlage, während die Völker durch ihre Sprachen sich definieren.
    Das „Quidquid non est in actis, non es in mundo“ verweist auf den genetischen Zusammenhang von Schrift und Welt. Die Welt wurde nicht durchs Wort, sondern durch die Schrift erschaffen.

  • 4.4.96

    Was wird aus dem Christentum, wenn man in den kanonischen Schriften und in der Theologie konsequent den Gehorsam durchs Hören ersetzt? Das Hören, wenn es nicht in blinden Gehorsam entarten soll, setzt die Reflexionsfähigkeit voraus. Was aber bedeutet dann das Wort vom „Gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz “ (Phil 28, mit dem Folgesatz: „Daher hat Gott ihn erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich beuge jedes Knie derer, die im Himmel, auf Erden und unter der Erde sind, …“)? Das durchs Autoritätssyndrom verhexte Hören wird blind und am Ende lahm.
    Die Blinden und die Lahmen (vgl. die Geschichte der Eroberung Jerusalems durch David): Repräsentieren sie nicht das (verblendende) Tauschprinzip und das (lähmende) Trägheitsprinzip?
    Mit dem Stellvertreter-Konstrukt ist das Tauschprinzip in die Theologie eingeschmuggelt worden. Zugrunde liegt ihm die Differenz von Last und Joch (Esel und Rind): das Prinzip, daß ich die Last nicht andern als Joch aufbürden darf. Falsch ist allein die Universalisierung dieses Prinzips, aus dem andere keinen Rechtsanspruch auf Befreiung vom Joch ableiten können. Ist nicht dieses Stellvertreter-Prinzip der Grund der Opfertheologie, die der Kern der Bekenntnislogik ist?
    Ist das Stier-Opfer ursprünglich dem Baal zugeordnet? Unterscheidet sich das israelitische Stier-Opfer vom Baal-Opfer nur durch den Ursprung des Feuers? Was bedeutet es, wenn in der Samson-Geschichte (anstelle eines Stiers, eines Widders/eines Lamms oder einer Taube?) ein Ziegenbock geopfert wird?
    Alle Opfertiere sind gehörnte Tiere: Haben deshalb der Drache wie auch die beiden Tiere (aus dem Meer und vom Lande) Hörner? Liegt hier der Schlüssel für die unterschiedlichen Kombinationen Hörner/Köpfe/Kronen bzw. „hat Hörner wie ein Lamm und redet wie ein Drache“?
    Wenn es im Hebräischen keine Begriffe für Natur und Welt gibt, ist dann nicht das Hebräische eine Sprache der urteilsfreien Erkenntnis? Die so begründete Sprachlogik aber schließt den theologischen Gebrauch von Begriffen wie Allmacht oder Allwissenheit aus. Allwissend ist der Autor im Hinblick auf das Handeln und das Schicksal der Gestalten seines Werks; der ästhetische Genuß des Lesers gründet nicht zuletzt in der Teilhabe an dieser „Allwissenheit“. Der Begriff bezeichnet ein Attribut, das allein ästhetisch, niemals aber theologisch sich begründen läßt. Allwissenheit setzt einen Begriff der Erkenntnis voraus, der auch die Zukunft mit einschließt, einer Erkenntnis, die nur unter der Bedingung der Subsumtion der Zukunft unter die Vergangenheit, das aber heißt: nur als endliche Erkenntnis sich konstituieren läßt.
    Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Institutionen, die nach dem letzten Krieg eine gleichsam explosive Ausdehnung erfahren haben: der Rüstung, der Banken und der Einrichtungen des Strafvollzugs? Ist nicht in allen Fällen das Medium dieser Explosion eines, das man als Industrialisierung beschreiben könnte?

  • 3.4.96

    Das Fernsehen ist die ironische Erfüllung der Idee der seligen Anschauung Gottes.
    Eine Theologie im Angesicht Gottes läßt sich nur noch aus dem imperativischen Charakter der Attribute Gottes begründen. Wenn die Theologie aufhört, sich als Theologie hinter dem Rücken Gottes zu begreifen, wird das Geschwätz aufhören: die Intrige, das Reden über andere hinter ihrem Rücken.
    Das aber wäre auch das Ende einer Theologie, die die Schrift nur noch projektiv, mit Hilfe der Logik des Schuldverschubsystems, verarbeitet. Das projektive Moment, die Logik des Schuldverschubsystems, steckt als ein konstitutives Moment im Begriff der Realität heute, die nur noch unter Zu-Hilfe-Nahme der Theologie (als Reflexion und Kritik des Schuldverschubsystems) noch zu durchdringen ist.
    Widerlegung des Begriffs der „objektlosen Angst“: Die Fähigkeit, die Angst zu reflektieren, hängt zusammen mit der Fähigkeit, die Schuld zu reflektieren. Rosenzweigs Anfang mit der Todesfurcht steht in logischem Zusammenhang mit dem Satz, daß nur, wer die Last auf sich nimmt, sich von ihr befreit.
    Zu den Dingen, die der raf vorzuwerfen sind, gehört nicht zuletzt, daß sie sich bewußtlos zum Agenten des Staatsterrorismus, den sie zu bekämpfen glaubte, hat machen lassen (die Herrschenden kennen keine Solidarität und keine Trauer: der Tod Schleyers hat nur eine attraktive Stelle freigemacht).
    Die Vorstellung einer Natur, die die Menschheit überleben wird, ist ein Spiegelbild des Kapitalismus.
    Als Schelling die Weltalter schrieb, hatte – so darf vermutet werden – das Verb „ahnden“ sicher schon die gleiche strafrechtliche Bedeutung, die es auch heute noch hat. Daß „die Zukunft geahndet“ wird, wie es im ersten Satz der Weltalter heißt, ist aber nicht nur die Folge einer Verwechslung des Ahndens mit dem Ahnen, sondern gehorcht einer bewußtlosen Logik, die ihren Grund in der Fichteschen Identifizierung der Philosophie mit der Wissenschaft hat. Die geahndete Zukunft ist die durch Subsumtion unter die Vergangenheit, unter den Begriff und die Logik des Wissens, verurteilte Zukunft, eine Zukunft, die die Zeche zu zahlen haben wird.
    Ist nicht das Horkheimer-Wort: Wer vom Faschismus redet, darf vom Kapitalismus nicht schweigen, heute (nach Auschwitz) zu radikalisieren: Wer die Auferstehung leugnet, sollte von der Utopie schweigen?
    Die subjektiven Formen der Anschauung sind das Instrument der Herrschaft über den Himmel (der dadurch vermittelten Vergesellschaftung von Herrschaft: die antike Astronomie hat dazu beigetragen, Herrschaft zu begründen, die kopernikanische Wende, der himmlische Reflex des Ursprungs des Kapitalismus, hat sie vergesellschaftet).
    Wenn Name und Begriff durch ihre Beziehung zur Schuld sich unterscheiden, worauf beziehen sich dann das „Bekenntnis des Namens“ und die „Heiligung des Gottesnamens“?
    Ist die Samson-Geschichte im Buch der Richter nicht auch eine prophylaktische Ironisierung der Jesus-Geschichte (vgl. z.B. die „Verkündigung“ der Geburt an die Mutter, die Rolle des Vaters und den „Opfertod“ am Ende)? Wird nicht das Moment der Ironie im Buch der Richter überhaupt erst erkennbar im Kontext der Reflexion und Kritik von Herrschaft, mit der Heraustreten aus dem autoritären Bann (der u.a. unser Bibel-Verständnis ans nationalistische Apriori, das aber heißt: an den Historismus, bindet und den Blick auf das, was im Ernst Offenbarung heißen darf, verstellt)?
    Zu den letzten Kapitel des Buchs der Richter vergleiche die anderen biblischen Stellen zu Pinchas, Sohn des Eleazar, und zu Jabesch-Gilead.
    Beerscheba: Was haben der Schwur und die („heilige“) Zahl sieben mit einander zu tun? Vgl. hierzu Lillian R. Klein, S. 186 (shaba: to swear; to seven oneself, or bind oneself by seven things, Brown-Driver-Briggs-Gesenius: Hebrew/Aramaic Lexicon, 1979, p. 989).
    Die Justiz fördert den Rachetrieb und verhindert die Schuldreflexion. Deshalb bedarf das Recht des Schwurs.

  • 1.4.96

    Die Geldmenge, Grundlage des Reichtums des Staates, läßt sich durch Beschleunigung ihrer Umlaufgeschwindigkeit erhöhen (Bank als Beschleuniger, „Durchlauf-Erhitzer“).
    Vermögen ist grundsätzlich immobil, es sei denn, man läßt das Geld „arbeiten“ (Bank als Energie-Erzeuger: Dampfmaschine, Stausee, Elektrizitätswerk, Atomkraftwerk).
    Das Richter-Buch von Lillian R. Klein erinnert an eine fundamentalistische Fundamentalismus-Kritik. Auf welche Ursprungs-Situation verweist das Buch der Richter; erinnert es nicht gelegentlich an eine Makkabäer-Kritik?
    Nur wer keine Ironie versteht, kann das Buch der Richter als „archaisch“ mißverstehen. Wer keine Ironie versteht, versteht die Prophetie nicht, zu der das Buch im jüdischen Kanon zählt.
    Der Name der Hebräer kommt im Buch der Richter nicht vor, er kommt vor beim Abraham, in der Exodus-Geschichte (gegenüber Ägypten) und in den Philister-Kriegen, in der Ursprungsgeschichte des israelischen Königtums.
    In welcher Beziehung steht der Begriff des Überzeitlichen zu dem des Ewigen. Es genügt nicht der Hinweis auf den Unterschied, die Nichtidentität, zu reflektieren wäre die logische Beziehung beider Begriffe, die an das Paradigma der Beziehung von Im Angesicht und Hinter dem Rücken erinnert.
    Das Paradigma von Indikativ und Imperativ gilt auch für den Satz, Gott sei der „Herr der Geschichte“, der nicht nur empirisch sich widerlegen läßt, sondern nur als Imperativ im Levinasschen Sinne Sinn macht: als Begründung und Rechtfertigung des eigenen Herrschaftstriebs. Der Satz ist seit je als Imperativ verstanden worden, zugleich aber – und das war eine der Bedingungen seiner Geltung – mußte er der Reflexion entzogen werden.
    „Innerhalb der vier Wände“: Nur die vier Seitenwände gelten als Wände eines Hauses, nicht das Dach (die Decke), der Boden. Genau dadurch unterscheidet sich der Würfel vom Haus (auch die Pyramide vom Tempel?), daß hier alle Seiten äquivalent sind.
    Waren die Pyramiden, die Gräber der Pharaonen, ein Instrument zur Ausbildung der Raumanschauung?
    Zum Begriff des Bekenntnisses: Name und Begriff (oder auch das Hören und Sehen, das Wort und die Schrift) unterscheiden sich durch ihre Beziehung zur Schuld. Die Neutralität des Begriffs ist seine Neutralität gegen Schuld (der Schein seiner exkulpatorischen Kraft: der Begriff – und als dessen Inbegriff die Welt – bezeichnet den Bereich, den Gott nicht sieht).

  • 31.3.96

    Ist nicht jeder Indikativ ein versteckter Imperativ (jeder Indikativ erhebt Anspruch auf die „normative Kraft des Faktischen“; darin gründet der Anspruch der Ontologie)? Und käme es nicht darauf an, diesen Anspruch reflexionsfähig zu machen, anstatt ihm blind zu folgen? Das imperativische Zentrum des Indikativs ist die Idee des Absoluten: Produkt der Selbstreflexion des Subjekts im Unendlichen, der Schatten, den das Subjekt auf Gott wirft.
    Das Proletariat in der Marxschen Theorie ist nicht austauschbar und nicht beliebig ersetzbar, insbesondere nicht durch irgendwelche Avantgarden. Stattdessen wäre endlich der Paradigmenwechsel zu reflektieren und zu begreifen, der einhergeht mit der Globalisierung des Kapitalismus, mit der universalen Realisierung des „freien Marktes“ und in deren Folge mit der inneren Differenzierung im Begriff und in der Realität des Proletariats: Der ökonomischen Proletarisierung ganzer Weltregionen entspricht die politische Proletarisierung der Metropolen.
    Der Markt gründet im Fernhandel, in den Außenbeziehungen der handeltreibenden Staaten und Völker; seine Wurzeln liegen im Raub, in der Eroberung und im Opferwesen. Der Markt hat diese Beziehungen im Hegelschen Sinne in „Naturbeziehungen“ transformiert. Es wäre nachzuweisen, daß in dieser Konstellation der Naturbegriff überhaupt erst entspringt (daß die zweite Natur das Modell der ersten war, in deren Bild sie sich bewußtlos wiedererkannte). Natur war seit je potentielles Eigentum (herrenloses Gut, das, was einfach nur da ist), und die vorsokratische Philosophie, die unter dem Standardtitel peri physeos sich entfaltet hat, war ein Produkt der Vergesellschaftung der Logik des Handels, die dem Expansionstrieb des Staates den Weg freigemacht hat. So war Philosophie von Anbeginn (auch als Naturphilosophie, die durch Entzauberung der Natur die Widerstände und Hemmungen abgebaut hat, die der Aneignung und Beherrschung der Natur und der Begründung des Gewaltmonopols des Staates im Wege standen) politische Philosophie.

  • 30.3.96

    Entsühnung der Geschichte: Das wäre der Ruf, der die Toten auferweckt. Der Historismus verschließt die Pforten der Hölle.
    Ist nicht das Wort von der „Bewahrung der Schöpfung“ nur eine Modernisierung eines Slogans, der vor vierzig Jahren theologische Mode war, des Worts von der „Heiligung der Welt“?
    Zum Jakobus-Brief: Welcher Jakobus war der Verfasser:
    – der Zebedäussohn (Bruder des Johannes, einer der drei, die bei der Erweckung der Tochter des Jairus, auf dem Berge Tabor und in Getsemane dabei waren, Mk 537, 92, 1433, nach Mk 129 waren die Zebedäussöhne auch mit im Haus des Simon und Andreas, bei der Heilung der Schwiegermutter des Simon Petrus),
    – der andere Apostel Jakobus (Sohn des Alphäus; identisch mit dem „kleinen Jakobus“, Mk 318, 1540?),
    – der Herrenbruder, Leiter der Jerusalemer Gemeinde, einer der „drei Säulen“ (Gal 29),
    – der Vater/Bruder des Judas (Lk 616, Apg 113, Jud 11); identisch mit einem der beiden vorgenannten?
    Frage: Hat der „Synagogenvorsteher“ Jairus etwas mit dem Clan des Jair (und mit dem gleichnamigen Richter – vgl. 4 Mos 3241 und Ri 103ff -, oder auch mit dem Vater des Mardochai, Est 25) zu tun?
    Anfrage an Dorothee Sölle (zu ihrem Beitrag im letzten Heft der „Jungen Kirche“): Zum Problem der göttlichen Gewalt, Benjamins „Kritik der Gewalt“ und Derridas „Gesetzeskraft“ (fällt der Holocaust unter Benjamins Begriff der göttlichen Gewalt?). Dazu das Problem Kapitalismus/Religionskritik (Hinkelammert „Götze Markt“, Benjamins Bemerkung zum Kapitalismus als Opferkult ohne Entsühnung, nur verschuldend, darin dem Begriff des Rechts in Benjamins Kritik der Gewalt vergleichbar). Ist die Freisetzung der Kräfte des „freien Marktes“ die Freisetzung der Kräfte der Verwüstung: der Selbstzerstörung der Politik („Greuel am heiligen Ort“)?

  • 29.3.96

    Seit ich begriffen habe, daß ich als Christ auch mit dem Martyrium rechnen muß, habe ich die Theodizee nicht mehr verstanden. Ist nicht die Theodizee ein Thema der Täter, die aus den Verstrickungen ihres Selbstmitleids nicht mehr herauskommen, während sie gegen die Leiden ihrer Opfer empfindungslos geworden sind?
    Ochs und Esel: Die Verschiebung des Leids ist die Kehrseite der Schuldverschiebung.
    Hängt die Beziehung der einen Kirche zu den sieben Kirchen in der Apokalypse (Off 2/3) mit der Beziehung des einen unreinen Geistes, der in die Wüste geht, mit den sieben unreinen Geistern, mit denen er in sein Haus zurückkehrt (Mt 1243f, vgl. 2 Pt 220), zusammen? Und die letzten Dinge dieses Menschen werden ärger sein als die ersten: Ist dies der Mensch, auf den sich die Zahl 666 (Off 1318) bezieht?
    Heißt Evangelium „gute“ oder „frohe Botschaft“? Und sind nicht beide Bedeutungen ambivalent? Die gute Botschaft ist auf das partikulare Eigeninteresse der Einzelnen bezogen, die frohe Botschaft auf das einer Gemeinschaft, der einer angehört (auf das Kollektiv der Lacher). Gibt es nicht gute Botschaften, die von dem Schmerz und der Verzweiflung der Beraubten leben, und gibt es nicht frohe Botschaften, die die Barmherzigkeit durch Lachen über das Schicksal der Unterlegenen revozieren?
    Ist nicht der Stern der Erlösung schon ein christliches Buch, auch wenn die Christen bis heute darin sich nicht wiedererkannt haben?

  • 28.3.96

    Beitrag zur Logik der Gemeinheit: Der Satz, Jesus habe den Kreuzestod gewollt, ist gemein und blasphemisch. Er ist ihm nicht ausgewichen und er hat ihn nicht verhindert, weil das nur um den Preis des Verrats möglich gewesen wäre. Wer sagt, er habe den Tod gewollt, weil er die Welt entsühnen wollte, dreht ihm das Wort im Munde herum. Ist nicht die dogmatische Theologie insgesamt gemein und blasphemisch, ist sie nicht, wenn sie davon ausgeht, daß die Wahrheit in der Form des Urteils sich müsse dingfest machen lassen, gezwungen, der Schrift das Wort im Munde herumzudrehen?
    Es gibt zwei Formen des Erwachsenwerdens: Die eine benutzt das Erwachsensein als Exkulpationsritual, als Generalamnestie der Gemeinheit, die andere erfährt im Erwachsenwerden ihre Mitschuld an der Sünde der Welt.
    Das Patriarchat ist die einheitliche Begründung des Herrendenkens und der Logik der Gemeinheit.
    Zu den Voraussetzungen eines selbstverantwortlichen, menschenwürdigen Lebens gehören heute neben Nahrung, Wohnung, Kleidung auch die Versorgung mit Wasser, Energie, Information, die insgesamt nur noch über den Markt (gegen Geld) zu haben sind (in dem Beamten-Silo, in dem wir wohnen, gibt es keine Wohnung ohne Fernseher, aber etwa die Hälfte aller Bewohner hat keine Zeitung abonniert: das Fernsehen ersetzt – und intensiviert – den Nachbarschaftstratsch, macht die Welt zum Dorf, während die Zeitung einmal dem Dorf die Welt erschloß). Noch vor hundert Jahren wurden für Bergleute Siedlungen gebaut, die zu den Wohnungen auch noch Stall (für Ziege, Schaf oder Schwein) und Garten enthielten, d.h. eine vom Lohn und vom Markt unabhängige Grundversorgung durch eigene Leistung ermöglichten.

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