Die Kirche als Schuldentsorgungsunternehmen: darin liegt ihre gesellschaftliche und politische Dienstleistungsfunktion. Aber ist der Preis nicht zu hoch: die Unangreifbarkeit des Herrendenkens? Nachdem (infolge dieser Unangreifbarkeit des Herrendenkens) der Naturbegriff – gleichsam durch die eingebaute Exkulpationsautomatik – diese Aufgabe übernommen hat, ist die Kirche überflüssig geworden.
Eine anständige Person: „Anständig“ ist ein personbezogenes Adjektiv; anständig ist, wer „sich nichts vorzuwerfen hat“ (weil andere ihm nichts vorwerfen können). Merkwürdig und bezeichnend, daß insbesondere die Sexualität die Grenzen der Anständigkeit bestimmt. (genauer)
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26.12.93
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25.12.93
Das „Buch mit sieben Siegeln“ (so Riessler; die Einheitsübersetzung und die Züricher Bibel übersetzen: ein „versiegeltes Buch“) stammt aus Jes 2911. Der Versiegelung des Buches entspricht der „Tiefschlaf“ (2910) derer, an die das Buch gerichtet ist (zum Tiefschlaf vgl. den Tiefschlaf Adams vor der Erschaffung der Eva, Gen 221, und den Tiefschlaf Abrahams, Gen 1512; sh. auch Hiob 413 und 3315).
Sind die drei Magier aus dem Osten Chaldäer? Woher kommen die Namen Kaspar, Melchior (von melech?) und Balthasar?
Der kantische Begriff der Erscheinung bezeichnet nicht die Erscheinung von etwas (Erscheinung des Herrn, eines Engels), sondern die Erscheinung für jemanden (für mich): etwas, das mir erscheint. -
24.12.93
Ist nicht die ganze Geschichte im Sternenhimmel aufbewahrt, und wird diese Geschichte wie ein Buchrolle sich aufrollen, wenn diese Geschichte sich selber durchsichtig geworden ist?
Sartres Wort: Die Hölle sind die anderen, läßt sich präzisieren: Die Hölle ist die Welt.
Das griechische Äquivalent der lateinischen persona war die hypostasis. D.h., wenn das Absolute gedacht wird, kann es nur in drei Hypostasen gedacht werden.
Die Deutschen assoziieren zur Natur primär den Wald. Hat dieser Wald noch etwas mit den Bäumen zu tun, oder sehen die Deutschen den Wald nur, weil sie die Bäume nicht mehr sehen? Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen: Dieses Wort ist antisemitisch (und Himmler hat es kommentiert). Und ist dieser Wald nicht eine Steigerung der Bäume, unter denen Adam nach dem Sündenfall sich versteckt (ähnlich wie die Grabschändungen der Rechten eine Steigerung der verweigerten Trauerarbeit, der Unfähigkeit zu trauern)?
Ist das Objekt der Lust, die nach Nietzsche Ewigkeit will, die „Waldeslust“? Was ist die „Waldeslust“?
Bäume leben von der Beziehung zur Vergangenheit: der Baum der Erkenntnis als Gedächtnisbaum (mit Verdrängung und Wiederholungszwang), der Baum des Lebens als Erinnerungsbaum.
Hat die Krone über ihre Beziehung zum Kranz etwas mit der Krone der Bäume zu tun? Und zitiert die Dornenkrone Jesu nicht die Jotam-Fabel?
Wir Deutschen: Ist diese Konstruktion nicht das grammatische Äquivalent des Waldes? – An der „Schutzgemeinschaft deutscher Wald“ stört mich das Adjektiv „deutsch“ (im deutschen Walde schallt das deutsche Lied, zu dem der deutsche Wein und die deutschen Frauen gehören).
Gibt es eine brauchbare Geschichte der Grammatik oder eine gute vergleichende Grammatik?
Wann wurde die Uhr erfunden, gab es in der Antike Uhren (Wasser-, Sonnenuhren)? Wie wurde die Zeit gemessen, ab wann war es notwendig, die Zeit zu messen (Zusammenhang mit dem Ursprung des Staates und des Weltbegriffs)?
Der Schöpfungsbericht verbindet die Wiederkehr von Tag und Nacht mit dem Fortschritt der Schöpfung, der über den Begriff der toledot mit den Genealogien, dem Generationenwechsel gleichgesetzt wird.
Es gibt Propheten, von denen nur berichtet wird, und zu ihnen gehören, Samuel, Nathan, Jona ben Amittai, auch Elias und Elisa. Daneben (oder danach) gibt es die Schriftpropheten, die sich von den ersten durch ihre Beziehung zur hereinbrechenden Staatenbildung, zur Bildung der Weltreiche, unterscheiden.
Bezeichnet die Paulus-Stelle, wonach am Ende Gott alles in allem sein wird, und die mit dem Hinweis, daß der Sohn ihm alles unterwerfen wird, beginnt, nicht die Hausaufgabe der Kirche heute? -
23.12.93
Der Weltbegriff ist kein Substanz-, sondern ein Funktionsbegriff, oder genauer: er ist als Substanzbegriff ein Funktionsbegriff. Nicht die Welt, in der wir leben, ist schlimm, sondern unsere Unfähigkeit, ihren Bann durch Reflexion zu brechen.
Die Selbstverfluchung (die Verwerfung der eigenen Tradition) hat nicht die Form des formellen Urteils, der Verurteilung, sondern sie wirkt als Scham. Ist dies nicht die letzte Phase der Austreibung aus dem Paradies, die logische Konsequenz aus dem „und sie erkannten, daß sie nackt waren“?
Der Fundamentalismus ist unverschämt; es käme jedoch darauf an, sich durch Reflexion von der Gewalt der Scham zu befreien: schamlos zu werden. Aber ist nicht heute die Theologie zum Objekt der Scham geworden?
Hat der Rock aus Fellen (Gen 321) etwas mit dem nahtlosen Rock (Joh 1923) zu tun? War Jesus am Kreuz nackt? Ist mit der Zivilisation die Scham durch Verdinglichung obszön geworden? Sind die Soldaten, die um seinen Rock das Los warfen, die gleichen, die ihn auf Getsemane gefangen nahmen, und die dann, im Hofe des Hohepriesters, am Feuer standen und in die Geschichte der Leugnungen Petri involviert waren? Hat der Rock etwas mit dem Vorhang vorm Allerheiligsten des Tempels (der Stätte Seines Namens) zu tun (dem gleichen Vorhang, der in der Todesstunde Jesu entzweiriß)?
Die Geschichte der Welt, das Aufdecken der Blöße, die Trunkenheit, der Ursprung der Knechtschaft und die Scham. Gründet nicht das Gebot der Keuschheit in diesem Zusammenhang (ist etwa die Keuschheit schamlos, und die Sexualmoral unverschämt)?
„Er ging hinaus und weinte bitterlich“: Dieses Weinen sprengt das Zeitkontinuum.
Beim Johannes wird nach dem Krähen des Hahns Jesus vorbeigeführt, der den Petrus anblickt.
Das Sechstage-Werk gehört zu den toledot, zu den „Zeugungen“. Und ist nicht in der Tat jeder Tag eine andere Welt, ein neuer Äon?
Was hat der Dominus Deus Sabaoth (der Herr der Heerscharen) mit der Königin von Saba (und diese mit der „Himmelskönigin“ bei Jeremias) zu tun? -
22.12.93
Interessant und wahrscheinlich auch aufschlußreich wäre es, das Konstruktionsgesetz der Phantasie Manfred Dimdes und seiner Nostradamus-Interpretation zu entschlüsseln. Mir scheint, die Tatsache, daß er zum Management der Hoechst AG gehört, dürfte hierbei nicht unerheblich sein (der Zusanmmenhang ist mit Händen zu greifen, wenn er die Erbsünde auf einen Fehler in der DNS-Kette bezieht: sie zum Gegenstand der Gen-Forschung macht).
Wird nicht das Bedürfnis nach „Prophetien“ dieser Art durch das Fernsehzeitalter mit geprägt: Man möchte Zuschauer beim Weltuntergang sein. Die Welt von außen sehen (sie aus dem technisch-naturwissenschaftlichen Blickwinkel sehen) und selber nur ohnmächtiges, passives Objekt des Weltgeschehens zu sein, das sind zwei Seiten des gleichen Sachverhalts. Die Wirkung, die Gewalt dieses Sachverhalts wird verstärkt durch den eingebauten Exkulpationsmechanismus. Nur als Zuschauer und als passives Objekt des „Geschehens“ bin ich „unschuldig“: für das, was ohne mein Zutun abläuft, nicht mehr verantwortlich.
Ist nicht die Sexuallust Urteilslust, und läßt sich nicht das Problem der Nietzscheschen Philosophie aus dem Satz, daß „alle Lust Ewigkeit (will)“, ableiten?
Der Faschismus als projektive Verarbeitung des eigenen Strafbedürfnisses. Deshalb macht das Vorurteil und das Foltern ebenso süchtig wie der Alkohol und das Rauchen (weshalb rauchen die entscheidungsunfähigen Politiker, die alle intellektuelle Kraft auf die eigene Machterhaltung und auf die Rechtfertigung ihres Nichtstuns verwenden müssen, so gern Pfeife (nicht Zigaretten und keine Zigarren)?
Elemente einer prophetischen Erkenntnistheorie: Prophetie ist nicht Weissagung, sondern ein Weg zur Gotteserkenntnis, wobei diese Gotteserkenntnis das Wissen als Erkenntnis von Vergangenem ausschließt: Darin gründet ihre Beziehung zur Zukunft, aber einer nicht verdinglichten, einer, die anders ist als die Vergangenheit.
Zur Ideologie des deutschen Waldes: Sind nicht alle Bäume Bäume der Erkenntnis, Bäume, die ins Vergangene wachsen (und Hegels Logik ein Pendant des Waldes)?
Zum Gebrauch des Imperativs „siehe, seht“ im NT vgl. Joh 129 und das „Seht, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“ (Mt 1016); gehört auch das Ecce homo (Joh 195) dazu (sh. noch Lk 1831. 1 Joh 31)? Sind das nicht allesamt Belegstellen für die Heilung der Blinden? Ist hier nicht der realsymbolische Anknüpfungspunkt für die prophetische und apokalyptische Vision, ist dieses Sehen nicht eine sprachlicher Tatbestand: der Hinweis auf das gegenständliche Korrelat des Namens (vgl. Mk 424: blepete ti akouete, Lk 818: blepete oun pos akouete)?
Zum Angesicht gehören das Lachen und das Weinen; ist die Person als Maske (die mit dem Neutrum entspringt) nicht das neutralisierte Lachen und Weinen (das dann in den subjektiven Formen der Anschauung sich desensibilisiert und vergegenständlicht)? Arglos ist, wer hinter dem Lachen und Weinen keinen Hintersinn vermutet, erwartet, befürchtet (wer dem Bann der subjektiven Formen der Anschauung nicht verfällt: dem Bann der erinnerungslosen Vergegenständlichung). Der Personbegriff ist (zusammen mit dem der Natur und der Materie) das geschichtsphilosophisches Indiz für die Vergesellschaftung der Paranoia.
Off 1316: Die Zeichen an der rechten Hand und an der Stirn: sind das nicht der Begriff und die Person (der Charakter), die Ersatzprodukte des Namens und des Angesichts? Gehört der Begriff zur rechten Hand?
Stirn und rechte Hand: Grundbeziehung der Orthogonalität (entspricht die Form des Raumes: oben, vorn und rechts, der Beziehung des Tiers zu Stirn und Hand, oder des Staats zum Recht und zur Philosophie)?
Ist die Person die „harte Stirn“ (Korrelat des „verstockten Herzens“, Ez 37ff), der Begriff die „rechte Hand“? Und hat das „Malzeichen“ des Tieres etwas mit dem „Kainszeichen“ (Gen 415) zu tun? -
21.12.93
Wie es scheint, ist von der gesamten theologischen Tradition nur die Sohn-Gottes-Theologie übriggeblieben: der letzte Statthalter des Absoluten in der Theologie, Garant der Exkulpation ohne Umkehr. Welche Rolle spielt hierbei der Umstand, daß sich in dieser Theologie alle Herren als allmächtige Väter fühlen können (sie alle haben ihn gezeugt)? Nichts komischer (aber auch nichts entsetzlicher) als die Vorstellung, Jesus sei in die Welt gekommen um zu verkünden, er sei der Sohn Gottes. Ist die Sohn-Gottes-Theologie der Abfalleimer der verworfenen Tradition?
Kafkas Landarzt: „Einmal dem Fehlleuten der Nachtglocke gefolgt, es ist nicht wieder gutzumachen“. Eine Allegorie des Christentums?
Was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein; und was ihr auf Erden lösen werdet, wird auch im Himmel gelöst sein: die präziste Bestimmung der metaphysischen Bedeutung des Objektbegriffs, zu dessen letzten theologischen Emanationen die Sohn-Gottes-Theologie gehört.
Die biblischen Gebote sind keine absoluten Gebote: Zu dem „Macht euch die Erde untertan“ gehört das „Seid barmherzig wie euer Vater im Himmel barmherzig ist“.
Ist nicht die nach dem Vaticanum II erfolgte Verwerfung der Tradition die Besiegelung der Kapitulation vor dem naturwissenschaftlichen Erkenntnis- und Weltverständnis, in deren Kontext der theologische Rest (und seine unterschiedlichen Ausprägungen) allein verständlich wird?
Gibt es nicht eine verblüffende Parallele zwischen dem Generationenwechsel in der Lehrerschaft durch den Ersten Weltkrieg und dem Generationenwechsel in der Theologie nach dem Zweiten Weltkrieg?
Wollte man die Grenze des Sterns der Erlösung bestimmen, müßte man von der Ausblendung des Sündenfalls und der Apokalypse ausgehen (aber war das nicht die Grundlage der Buber-Rosenzweigschen Zusammenarbeit?).
Hängt die Logik der Vergöttlichung des Opfers (und der Ursprung des modernen Naturbegriffs) mit der Geschichte der Beziehung von Kausalität und Teleologie zusammen? Der aristotelische Kompromiß: die Neutralisierung des Widerspruchs zwischen Kausalität und Teleologie, war die Grundlage seiner Metaphysik. Nur so konnte Gott zugleich als die noesis noeseos und als der Erste Beweger begriffen werden. Im Rahmen dieses Konzepts war es unmöglich, einen dem Trägheitsgesetz entsprechenden Begriff der Bewegung zu definieren. Die Entwicklung dieses Begriffs in der Spätscholastik (unter dem Druck frühkapitalistischer Strukturen in der Gesellschaft) hat die aristotelische Tradition gesprengt und die Grundlage gelegt für die Transzendentalphilosophie Kants. -
20.12.93
Kann es sein, daß, abgesehen von der Teflon-Pfanne, die technischen Errungenschaften der sogenannten Weltraum-Forschung allesamt darauf hinauslaufen, Arbeitsplätze zu vernichten (Herstellung von Labor-Bedingungen und Produktion des Vacuums als gesamtgesellschaftlicher Prozeß, in dem die Naturwissenschaften nur ein Teil sind)?
Ist nicht Joh 129 („Seht das Lamm Gottes, …“) der Schlüssel zu Off 5 (59: „Würdig bist du …“)?
Was bedeutet in Joh 2115ff die Reihenfolge:
– Weide meine Lämmer,
– Hüte meine Schafe und
– Weide meine Schafe?
Sind die letzten Christen, nachdem die ersten Lämmer waren, endgültig zu Schafen geworden, die zuerst nur gehütet wurden, dann aber geweidet werden müssen? Hat diese Stelle etwas mit der Geschichte der drei Leugnungen zu tun?
Zu den evangelischen Räten:
– Der Gehorsam richtet sich gegen das Inertialsystem (die Mathematisierung),
– die Keuschheit gegen die Bekenntnislogik und
– die Armut gegen die Herrschaft des Tauschprinzips.
Beginnt die Kirchengeschichte mit der Verletzung des Gebotes der Keuschheit, um mit der Verletzung des Gehorsams zu enden?
Die Bekenntnislogik entspringt in der Trennung des Bekenntnisses von der Nachfolge (Ursprung der Kirchengeschichte).
Die Stunde der Theologie: Ist die Selbstverfluchung der Kirche (die Verwerfung der eigenen Tradition) nicht die logische Konsequenz der Dogmatisierungsgeschichte (der Verwerfung der Nachfolge)?
Das Wort des Aristoteles „Alle Menschen streben nach dem Glück“ wäre zu ergänzen durch den Hinweis, daß Glück sich durch den Trieb, den Wunsch, endlich gut sein zu dürfen, definieren läßt. Das aber schließt mit ein, endlich zu begreifen, was dem im Wege steht. Helfen hier nicht Joh 129 und das Wort Adornos: „Heute fühlen sich alle ungeliebt, weil keiner mehr zu lieben fähig ist“ (das verdinglichte Denken und die Herrschaft des Objektbegriffs drücken genau diese Unfähigkeit zu lieben aus)? -
19.12.93
Grund und Boden (Haus- und Grundbesitzer): Mit der Subjektivierung des Ackers zum Boden wurde auch der Grund subjektiviert: zum Reflexionsbegriff subjektiver Zwecke. Seitdem gerät auch die Sprache in den Sog der Instrumentalisierung, verschwindet die Kraft des argumentativen Denkens, verfällt das Argument dem Gesetz der Reklame.
Die Vorstellung der Unendlichkeit des Universums, vor dem der Mensch klein, ohnmächtig und verschwindend ist, ist das naturale Deckbild eines ökonomischen Sachverhalts: einer Wirtschaftsorganisation, in der der Einzelne in der Tat nur ein kleines Rädchen ist. Aber bezieht sich hierauf nicht das Wort „Wenn die Welt euch haßt …“. mit dem Jesus den Parakleten ankündigt, und das andere von der Sünde wider den Heiligen Geist, die weder in dieser noch in der zukünftigen Welt vergeben wird. Ist nicht das Angesicht (das Ebenbild Gottes) gleichursprünglich mit der Welt (und erst als Person zu einem Teil der Welt geworden)?
Die Vorstellung, daß der Mensch in der Natur nicht vorkommt (sich die Natur auch ohne die Menschen denken läßt), ist eine notwendige Folge der Konstituierung des Naturbegriffs, der Subsumtion der Welt unters Herrendenken.
In Ninive ist es der König, der auch das Vieh zur Buße auffordert (und Gott schont Ninive auch wegen des Viehs).
Petrus wird in den Evangelien: Simon, Petrus, Simon Petrus und Simon Barjona genannt (die Schwiegermutter ist die des Simon). Gibt es eine Regel für den Namensunterschied?
War es nicht der Fehler des II. Vaticanum, daß selbst in dem, was hier als Aufbruch verstanden worden ist, wieder eine Vergangenheit (und diesmal die ganze theologische Tradition der Kirche) nur zurückgelassen, aber nicht aufgearbeitet worden ist? Gleicht das nicht der Selbstverfluchung, wenn die Kirche ihre eigene Tradition zur Häresie erklärt?
Die Abschaffung der Binnenzölle und die Vereinheitlichung der Gewichte, des Maßes und des Münzsystems (Europäische Bankengeschichte, S. 280): war das nicht die endgültige Durchsetzung des Inertialsystems? -
18.12.93
Das Absolute und das Relative sind Reflexionsbegriffe: das Absolute ist Produkt der Abstraktion von der eigenen Relativität: von der Verstrickung in den Schuldzusammenhang (Korrelat des Naturbegriffs). Als Produkt des Exkulpationstriebs und des Rechtfertigungszwangs ist das Absolute der hypostasierte Abstraktionsprozeß: das Ding an sich, Reflex des hypostasierten Subjekts. Der Abstraktionsprozeß, der mit dem Objektbegriff seinen Stützpunkt in der Welt errichtet hat, hat die Welt durch den Objektbegriff überhaupt erst zur Welt (zu einer durchs Feindesland verhexten Wolfswelt: „Seht ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“) gemacht. Es gibt kein Absolutes ohne zugehörige Wolfswelt (ohne zugehöriges Feindbild), an dem die eigene Schuld projektiv gerächt wird (und ohne zugehörige Exkulpationsautomatik: ohne Naturbegriff).
Absolut im strengen Sinne sind nur die subjektiven Formen der Anschauung, insbesondere der Raum (und als seine Reflexionsform das „Überzeitliche“): er entzieht sich der immanenten Kritik, wird reflexionsfähig erst im Kontext der Umkehr (und der Idee des Ewigen).
Die Idee der Wahrheit ist nicht leer, aber der Begriff einer absoluten Wahrheit ist eine contradictio in adjecto: er relativiert die Idee der Wahrheit. Die Wahrheit hat einen Zeitkern (das Überzeitliche schließt wie der Prozeß der Dogmenbildung die Erinnerung und die Versöhnung aus: Substrat der Selbstverfluchung).
Gehören die Trinitätslehre, die Christologie und die Opfertheologie zur Geschichte des Absoluten (ist der Absolute Geist der zur Hölle abgestiegene Geist, das Hegelsche Absolute die trinitarische Einheit von Ankläger, Verwirrer und Subjektivität: Satan, diabolus und daimon)?
Der Geburtsfehler der Philosophie: Sie hat die an sich praktischen (durch Absolutierung) zu theoretischen Begriffen (die ethischen zu Weltbegriffen) gemacht und den Handelnden in die Position des Zuschauers gebannt: die Aufforderung zu handeln, die von den Dingen ausgeht, durch den Zuschauerbann (den Bann der Theorie) neutralisiert und storniert. Der Zuschauerbann ist der ästhetische Bann; deshalb beginnt die transzendentale Logik mit der transzendentalen Ästhetik. In dieser Ästhetik gründet auch die Kunstphilosophie, die heute unter dem Titel Ästhetik zusammengefaßt wird.
Der Begriff des Absoluten ist die Bedingung der Möglichkeit des Objektivierungsprozesses und der Grund des Weltbegriffs: die Sünde der Welt.
Hypostasierung und Personalisierung (die Formen der Verdinglichung) sind Emanationen des Absoluten.
Die Idee des Absoluten ist der Quellgrund der Leidenschaften: Hier entspringen die moderne Lyrik, der Liebesroman und das moderne Drama.
Die Ästhetik ist der Grund und die Folge der Todesweihe an den Dinge, aber „Stark wie der Tod ist die Liebe“. Kunst ist wie die Natur: nature mort (eine schöne Leiche).
Das Objektbegriff, das ad litteram und der Antisemitismus: Der Zusammenhang wäre nachzuweisen an der Geschichte des Paulinismus: an der Rezeption der paulinischen Gesetzeskritik, die, indem sie auf ein vorbezeichnetes identifizierbares Objekt, die „jüdische Gesetzesreligion“, bezogen wird, als Mittel der Selbstreflexion, der Kirchen- und Dogmenkritik, ausgeschaltet wird. Die Gefahr heute scheint darin zu liegen, daß über die christliche Opfertheologie (die Logik der Vergöttlichung des Opfers) Israel nach Auschwitz in die Opfertheologie mit hereingezogen wird und auf eine ähnlich neutralisierende Weise heiliggesprochen wird, wie man im Anfang auch am Jesus (und an der jüdischen Tradition, in der er steht) das Beunruhigende durch Vergöttlichung neutralisiert hat. Die Kirche als Israel: das war ebenso wenig wie die Erwählung des Volkes Israel ein (den Juden geraubtes) Privileg, sondern ein Maß, an dem die Kirche ebenso wie das historische Israel sich muß messen lassen. Die Einschränkung der Prophetie auf die Juden (im Kontext ihrer „Erfüllung“ in Jesus) war die erste in der Kirchengeschichte der drei Leugnungen. Wenn die Kirche Israel ist, ist sie Objekt der Prophetie (steht sie unter ihrem Gericht), und nur als Objekt der Prophetie ist sie auch Israel.
Melchisedek, der König von Salem, opferte Brot und Wein und war der erste Empfänger des Zehnten.
Liegt nicht die Bedeutung (und die emotionale Besetzung) der herrschenden antiken Chronologie darin, die Objektbindung biblischer Texte abzusichern, sie gegen jeden realen prophetischen Gebrauch abzuschirmen? Ist sie nicht in der Tat fundamentalistisch (und der Grund jeden Fundamentalismus, auch des jüdischen und islamischen)?
Das Bild, daß der Himmel sich aufrollt wie eine Buchrolle, ist eine apokalyptische Beschreibung des Ursprungs der Schrift.
Die Welt brennt, und die Banken unterhalten und schüren das Feuer.
Seit wann hat es die jüdischen „Hoffaktoren“ gegeben, und welche Aufgabe und Funktion hatten sie?
Der Korpuskel-Welle-Dualismus, die Heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation und das Bohrsche Komplementaritätsprinzip beschreiben den gleichen Sachverhalt. -
17.12.93
Was versteht Manfred Pohl unter der „relativ autoritären staatlichen Geld- und Kreditpolitik“ im 19. Jahrhundert (S. 218)? Ist eine „nichtautoritäre“ Geld- und Kreditpolitik (die dann wohl nur den Marktgesetzen zu gehorchen hätte und auf alle Schutzregelungen für den Teil der Bankkundschaft, der auf die Dienstleistungen der Banken angewiesen sind, ihrem Machtmonopol aber nichts mehr entgegenzusetzen hat, verzichten sollte) im Ernst denkbar?
Ebd.: Die neugegründeten Aktien- und Kreditbanken „(nahmen) sich vor allem der Finanzierung der Industrie und des Eisenbahnbaus an“, während die alten Privatbanken weiterhin „bedeutsam (waren) bei der Handelsfinanzierung und bei der Plazierung öffentlicher Anleihen“. Die Nazis unterschieden später zwischen „raffendem“ und „schaffendem“ Kapital?
Was drückt sich in den Bezeichnungen der Währungseinheiten (Lire, Franc, Mark, Schilling, Gulden, Dollar, Pfund) aus? Ist nicht u.a. der Franc (der 1795 einführt wurde, vgl. S. 220) ein Nationalbegriff, die Mark ein Machtbegriff, das Pfund ein Gewichts- (Materie-, Masse-)begriff?
S. 222: „Nationalinteressen waren europaweit agierenden Familienunternehmen wie Rothschild, Warburg oder Lazard (d.h. den Privatbanken, H.H.) fremd.“ Erst die Aktien- und Kreditbanken (die u.a. als Depositenbanken Einlagen entgegennahmen und als kurzfristige Kredite weiterverleihen) waren demnach nationalistisch, imperialistisch orientiert, Vorläufer und Agenten jenes Modernisierungsschubs, der in den Weltkriegen sich entlud?
S. 229: Hinweis, daß „in den kontinentaleuropäischen Ländern seit der Mitte des 19. Jahrhunderts benötigter Wohnraum zunehmend gemietet wurde“, während „in Großbritannien ein Großteil der Bevölkerung vorwiegend in eigenen Häusern (lebte)“.
Blut und Boden:
– Der Zusammenhang von Blut und Sprache (wenn von semitischen oder indogermanischen Rassen und Völkern geredet wird) ist eine der keineswegs nur irrationalen (aufgrund ihrer christlichen Wurzeln nur bis heute unaufgearbeiteten) Ursachen des Rassismus: Er gründet in der christlichen Opfertheologie.
– Ist nicht der „Boden“ (den man unter den Füßen verlieren kann) der der Herrschaft des Eigentumsprinzips unterworfene Acker? In der Bibel gibt es eine Beziehung der Schuhe (der Fußbekleidung) zur Inbesitznahme: Mußte nicht deshalb Moses vor dem brennenden Dornbusch seine Schuhe ausziehen? Ist nicht das Heilige das, was nicht zum Eigentum werden, nicht instrumentalisiert werden darf?
Weist nicht der biblische „Staub“ ebenso auf den Begriff des Bodens (den instrumentalisierten Acker) und damit auf den Namen Adams zurück? Wann „schüttelt (man) den den Staub von seinen Füßen“ (Mt 1014)?
Person, Schicksal und Charakter:
– Person ist die innerweltliche Erscheinung des Subjekts (im Zeitalter des Imperialismus neutralisiert zur Existenz);
– verhält sich nicht das Schicksal zum Charakter wie das Geld zum Bekenntnis? -
16.12.93
In der Moderne waren die Banken von Anbeginn Privatbanken, auf den wechselseitigen Verkehr (Finanzmessen, dann Zentralbanken) angewiesen.
Bankengeschichte, S. 114: Wo lag der Grund für den „außerordentlichen Geldbedarf, den die Weltpolitik der entstehenden europäischen Nationalstaaten schuf“?
War die Währungshoheit der Staaten erst auf der Grundlage von Papiergeld möglich?
Die Vertrautheit, die schon die Anfänge der modernen Bankengeschichte kennzeichnet, hängt mit zwei Dingen zusammen:
– mit dem methodischen Verfahren der Darstellung: die Einschränkung auf die Entwicklung der technischen Aufgaben des Bankwesens, deren Maß der technische Standard von heute ist,
– außerdem: vor dem Hintergrund des Christentums ist ein Weltbegriff entstanden, der diese technischen Details gleichsam wertneutral darzustellen ermöglicht.
S. 121: Lag der Unterschied zwischen dem „Süden“ (Italien, Spanien, Frankreich) und dem „Norden“ (Niederlande, England, Deutschland) darin, daß im Süden das (private und politische) Kreditgeschäft weiter entwickelt war, während im Norden der Schuldbrief (die Regelung des Zahlungsaufschubs: gleichsam der „Kredit“ nach vollzogenem Geschäft) im Vordergrund stand (Grundlage des Diskont- und Zentralbank-Wesens?)? Versehen mit einer Inhaber-Klausel konnten diese Schuldbriefe dann auch als Zahlungsmittel verwandt werden.
Das erste Börsen-Gebäude 1531 in Antwerpen: eine permanente Finanzmesse.
Der logisch-systematische Grund der modernen Demokratie liegt in den Staatsverschuldungen seit der Renaissance: Die Kreditgeber erhoben den natürlichen Anspruch, über die Verwendung der Kredite mitzubestimmen. Entspringt nicht der moderne Staat generell mit der Staatsverschuldung (als Ende der Geschichte der Schuldknechtschaft)?
Sind die kirchlichen Banken, die in der Europäischen Bankengeschichte merkwürdigerweise nicht erscheinen, nicht der Vorläufer der Zentralbanken, und das kirchliche Ablaßwesen das Modell der staatlichen Anleihen? Welchen Ursprung und welche Funktion hatten die kirchlichen Banken in der Geschichte der Kirche und der Theologie (ihr Pendant: die pornographische Epoche der kasuistischen Moraltheologie)? In welcher Beziehung stehen sie zu den opfertheologisch begründeten Vorstellungen über die kirchliche Verwaltung des Gnadenschatzes? Zusammenhang von Instrumentalisierung des Kreuzestodes, Ursprung der Sexualmoral, Sakramentenlehre und Kapitalisierung der Gnadenverwaltung, kirchlicher Imperialismus, mit der Geschichte der Geldwirtschaft (Bedeutung der Theologie für die Konstituierung des Objektbegriffs).
Die Philosophie als der mystische Leib Christi: War Jesus nicht ein am haarez aus Galiläa, aber kein Rabbiner (und deshalb auch nicht verheiratet)?
Sind nicht die Geschichten vom Sturm auf dem Meere und vom Schiffbruch des Paulus vor Malta Variationen zur Jona-Geschichte? Und ist nicht der dogmatisierte Glaube das, was Jesus in der Geschichte vom Wandeln auf dem Meere den „Kleinglauben“ des Petrus nennt?
Gottesfurcht ist das Ende der Menschenfurcht: Sie bricht den Bann der Welt.
Klugheit, Weisheit und Verstand (die „Klugheit der Schlangen“, „hier braucht es Weisheit und Verstand“, in der Prophetie „Weisheit und Einsicht“):
– Klugheit ist das Vermögen der rationalen Selbsterhaltung,
– Weisheit, nach Thomas von Aquin eine Tugend der Regierenden, das Vermögen der rationalen Reflexion der Klugheit (Reflexion der Klugheit der anderen im Hinblick auf das Wohl aller),
– Verstand: das Vermögen der Einsicht, des Verstehens, ein sprachliches Erkenntnisvermögen (das Erkenntnismoment im Namen, Medium der Gotteserkenntnis); das eigentlich mystische Organ ist der Verstand.
Das Denken der Philosophie ist ein Denken mit eingebautem Feindbild.
Mit Assur und Babylon beginnt die seither nicht mehr unterbrochene Geschichte der Weltreiche; Ägypten war nur das Sklavenhaus. So war der Pharao der König von Ägypten, ein König unter anderen Königen; der König von Babylon hingegen der König der Völker, ein König der Könige.
„Oh, du fröhliche …“. Müßte der Folgetext nicht umgedreht werden: Welt ward geboren, Christ ging verloren? Und ist das „Freue dich“ im Kontext der auf den Kopf gestellten christlichen Erlösungslehre nicht der Hohn über die Dinge (der sie zu Dingen macht), der im Gelächter laut werdende Haß der Welt? Wer Ohren hat zu hören, müßte im Inertialsystem und im Begriff Laborbedingungen (in den Bedingungen des Experiments) das höhnische Gelächter hören, daß das Subjekt aus der Welt austreibt (in dem das Subjekt sich selbst aus der Welt austreibt, indem es zur Welt wird). Ist diese Austreibung des Subjekts (die erstmals in der philosophischen Kritik des Anthropomorphismus erscheint) die Antwort der Welt auf die jesuanische Austreibung der Dämonen?
Ist nicht das Weihnachtsfest zum Fest der institutionellen Abtreibung der Wahrheit geworden, und die kirchliche Abtreibungskampagne eine Form der projektiven Verarbeitung dieser Abtreibung? Ist hier nicht der Greuel am heiligen Ort, der gnadenlose Kult des Selbstmitleids, in dem jede Erinnerung an Barmherzigkeit erstickt?
Der Weihnachtsmann: eine Mischung aus einem Nikolaus, der eigentlich der böse Wolf ist, und Rotkäppchen, eine Karikatur des Bischofsamts, die dessen historische Wahrheit ausplaudert. Wie erfahren Kinder, die einmal den Nikolaus kennengelernt haben, dann den Bischof?
Mit dem y im Seyn hat Heidegger das Possessivpronomen vergoldet. -
15.12.93
Jede Personalisierung dient der Selbstentlastung (der Selbstexkulpierung, der die Logik des Weltbegriffs zugrundeliegt): darin liegt der Zweck des Rechts und der Theologie zugleich.
Nicht die Person, sondern das Angesicht: Die Personalisierung hält Gott verantwortlich für „das, was er gemacht hat“, für die Welt, und entlastet die Menschen. In der Struktur des Personbegriffs steckt der zugleich unkenntlich gemachte Sündenbock-Mechanismus mit drin (Grund der Geschichte vom rachsüchtigen zum autistischen Gott, über den heute jeder gefahrlos daherreden kann; gehört die Lösung des Autismus-Problems zum Lösen überhaupt?). Das Angesicht Gottes ist die reine Forderung der Barmherzigkeit; das Theodizee-Problem ist eine Folge der Personalisierung.
Zusammenhang der kirchlichen Abtreibungskampagne mit der dritten Leugnung: Ist die Diskriminierung der Abtreibung nicht ein Versuch der projektiven Verarbeitung der seit den Kirchenvätern institutionalisierten Leugnung der Nachfolge; hat nicht die Kirche aus Furcht vor den messianischen Wehen die Wahrheit abgetrieben (das Talent vergraben)? Aber Gott will nicht, daß das Wort leer zu ihm zurückkommt.
Ist nicht das Ding die trunkenheitserzeugende Substanz? Der Name des Dings hängt sprachlich und sachlich mit dem des Things, des Gerichts, zusammen.
Rührt nicht das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an den potentiellen Umkehrpunkt des Inertialsystems (und damit der naturwissenschaftlichen Erkenntnis insgesamt)?
Zusammenhang von Walten, Verwalten, Gewalt und Bewältigung?
Das Irrationale (z.B. der Faschismus) ist nicht nur irrational: Käme es nicht endlich darauf an, die Rationalität des Irrationalen zu bestimmen (gehört nicht die bloße Empörung zum Drachenfutter: zum Staub, den Adam produziert und den die Schlange frißt)?
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