Zur Definition des Eigentums gehört der Staat als Organisationsform einer Gesellschaft von Privateigentümern und die Unterscheidung von Eigentum und Besitz (Verfügungsrecht, Nutzung und Haftung).
Der Staat begründet und neutralisiert die Unterscheidung von Vorn und Hinten, Rechts und Links und Oben und Unten und konstituiert so die subjektiven Formen der Anschauung (und deren Basis: die Form des Raumes).
Begriff und Name sind zwei inverse Formen der Reflexion des Fremden in der Sprache.
Die Idee des Absoluten ist das Produkt einer von der Anschauung beherrschten (durch die Anschauung neutralisierten) Erkenntnis. Die Anschauung gründet in der Leugnung des Angesichts und begründet zugleich die Objektvorstellung und die Urteilsform.
Die Hegelsche List der Vernunft ist ein Sinnesimplikat der Logik der Schrift: Die Logik der Schrift und die List der Vernunft begründen sich wechselseitig.
Kant
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8.1.1995
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3.1.1995
Ist nicht die „Bruderschaft“, als Form der Allgemeinheit, die in der gemeinsamen Beziehung zum „Vater“ gründet, das Medium, in dem die Logik der Schrift (und mit ihr der Begriff des Wissens) sich entfaltet: das Medium der Vergesellschaftung, des Objektivierungsprozesses und der Verweltlichung (Ursprung des Neutrum, Bekenntnislogik)?
Fantastisch die Ableitung des Begriffs „frei“ (und der „Liebe“) aus dem Selbstmitleid, dem Bedürfnis geliebt zu werden (Benveniste, S. 257ff): Folge des Opfers der Vernunft, das die Bedingung der Aufnahme in die Brüderhorde ist: deren späterer Repräsentant ist das Bekenntnis, dessen Logik hier entspringt.
Der Begriff des Tieres und der der Selbsterhaltung sind korrelative Begriffe; deshalb gehört der Weltbegriff, der Inbegriff der gegenständlichen Korrelate der Selbsterhaltung, zu dem des Tieres. Die Menschwerdung beginnt mit der Fähigkeit, das Selbsterhaltungsprinzip zu reflektieren.
Ist nicht mit der „affektiven Beziehung zum Selbst“, die dem indoeuropäischen Begriff der Freiheit zugrundeliegt, der Grund dafür gelegt worden, daß im Deutschen das Sein sowohl das allgemeine Possessivpronomen als auch den Infinitiv des Hilfsverbs „Sein“ bezeichnet (vgl. S. 257 und S. 260)? Diese affektive Beziehung zum Selbst ist Teil eines Schuldzusammenhangs, den das Christentum theologisch verankert hat: Sie konstituiert sich in einer Gestalt der Selbst-Exkulpierung (der „Sündenvergebung“), die über das theologische Konstrukt der „Entsühnung der Welt“ (der Opfertheologie und ihrer theologischen Konnotationen) vermittelt ist (und dem Verweltlichungsprozeß seine Schubkraft verleiht).
Raub der Sabinerinnen: Der Funktion der „angeheirateten Verwandschaft“ im Kontext der indoeuropäischen Institutionen liegt eine im Eigentumsprinzip gründende Rechtsbeziehung zugrunde. Ihr Ursprungsmodell ist der Frauenraub, der der ersten Gestalt der Ehe in der Männerhorde ähnlich zugrunde liegt wie der Diebstahl dem Handel. Gründet das Institut des Privateigentums (sowie der Ehe und des Staates) nicht doch generell in der gewaltsamen Aneignung der Beute durch nomadisierende Männerhorden (das erste rechtsfähige Eigentum waren Sklaven und Frauen)?
Benveniste hat nur bedingt recht, wenn er versucht, den Begriff des philein, des Liebens, aus der Possessivbeziehung herauszulösen. Selbstverständlich ist er nicht auf die positive, dingliche Eigentumsbeziehung eingeschränkt; aber konstituiert er sich nicht in einer Eigentumsordnung, die auch das Subjekt, den Eigentümer, in ihren Bann zieht und verändert (im Kontext des Ursprungs des Staates, dessen Vorläufer die Brüderhorde ist, und der die Eigentumsordnung, in der es dann Eigentum als Privateigentum überhaupt erst gibt, konstituiert). Wer die Idee des richtigen Handelns, und wer Schuld und Verantwortung an den König und die durch ihn gesetzte Rechtsordnung delegiert, wer sie von der Barmherzigkeit trennt, bleibt unversöhnt, anfällig fürs Selbstmitleid, süchtig danach geliebt zu werden.
Das Geliebt-werden-Wollen ist ein apriorischer Tatbestand im Herrschaftsbereich der Ontologie und diese eine Emanation des Staates.
Das Christentum ist dem Liebessyndrom verfallen, als es die Prophetie vor dem Hintergrund des Theologumenons seiner Erfüllung im Christentum als erledigt und abgetan, wie in der vorchristlichen Vergangenheit, so auch heute nur für die Juden zuständig, definierte. Dieses Konstrukt gehört in die Ursprungsgeschichte des Antisemitismus. Der Antisemitismus war immer schon ein Rädchen im Exkulpationsmechanismus.
Die logischen Strukturen, in die (Glaubens-)Bekenntnis und Sündenvergebung heute geraten sind, werden durchsichtig in der Reklame (die Adorno zufolge den Tod verschweigt).
Der Fundamentalismus ist der Greuel am heiligen Ort: Er ist nicht mehr durch bloße Verurteilung zu bekämpfen, sondern allein durch Reflexion und Auflösung des Schuldzusamenhangs, zu dessen Konstituentien die Verurteilung und zu dessen Folgen der Fundamentalismus gehören.
Die Schlange, die das klügste aller Tiere war, hat das Wissen erfunden. Welche Beziehung besteht zwischen der Schlange (dem saraph) und den Seraphim? Nicht die Seraphim, sondern die Cherubim mit dem „kreisenden Flammenschwert“ stehen vor dem Eingang des Paradieses.
Wut ist ein unkeuscher Zorn. Die Empörung hat ihn zur kleinen Münze gemacht, für den täglichen Gebrauch (im Tratsch) umgeformt. Wessen Bild trägt diese Münze?
In welcher Beziehung stehen die kantischen Antinomien der reinen Vernunft zur Logik des Beweises, was bedeuten sie für die Logik des Beweises? Im Zusammenhang des Rechts gibt es drei Beweisverfahren: den Zeugenbeweis (hierzu gehören das Martyrium und die Folter), den Indizienbeweis (ausgebildet in der Geschichte der Hexenvefolgung) und das Geständnis (das Judesein war einmal das absolute, vom Juden nicht mehr widerrufbare Geständnis). Als „sicherstes“ Verfahren gilt das Geständnis, in dem der Angeklagte die Schuld auf sich nimmt („gesteht“): Dieses Verfahren spricht den Richter frei, während der Zeugen- und der Indizienbeweis der Würdigung durch den Richter unterliegen, ihn in die Verantwortung mit hereinnehmen. – Im Recht führt das Bekenntnis der Schuld, die Übernahme der Verantwortung, nicht zur Befreiung, sondern zum Urteil und zu der als Strafe neutralisierten Rache; der Zeugenbeweis unterliegt dem Verdacht des falschen Zeugnisses, während der Indizienbeweis die Möglichkeit des Fehlurteils (der Täuschung oder des Irrtums) nicht ausschließt.
Verweist nicht das Phänomen der Fälschungen in der Geschichte auf ein herrschaftsgeschichtliches Problem? Die Fälschung gehört ebenso zur Herrschaftsgeschichte wie Mord und Raub; sie gehört zur Herrschaftsgeschichte als Geschichte des Ursprungs und der Entfaltung der projektiven Erkenntnis: als Schatten des dem Erkenntnistriebs innewohnenden Exkulpationstriebs. Hegels List der Vernunft gehört in diesen Zusammenhang. Die Geschichte der Fälschung vollendet sich in der Vorstellung des unendlichen Raumes und der unendlichen Zeit: in der Konstituierung der subjektiven Formen der Anschauung (der Objekte der kantischen Antinomien).
Das hängt zusammen mit der eigentumsbegründenden Kraft und Funktion des Staates, dem Nationalismus als Manifestation der Gewalt gegen die konkurrierenden Eigentumsansprüche anderer Nationen.
Es wäre zu untersuchen, ob und wie die anwachsenden Einbruchs- und Diebstahlsphantasien in den Medien und in der Gesellschaft logisch mit der anwachsenden Xenophobie zusammenhängen.
Sind nicht die Stämme und Völker, Sprachen und Nationen Denkmäler der Geschichte der Konstituierung der Raumvorstellung? -
30.12.1994
In der Zivilisation (mit dem Ursprung der „Nation“, des Staates) wird der Gast zum Feind (vgl. Benveniste, S. 78). Damit hängt die Beziehung des Begriffs der Barbaren zum Namen der Hebräer zusammen.
Die Sexualmoral appelliert an einen Trieb, der mit der Zivilisation (als Reflex des Ursprungs des Weltbegriffs und des Staates) im Innern der Menschen bildet: sie bezeichnet genau die „Unkeuschheit“, die sie zu bekämpfen vorgibt (Unzuchtsbecher).
Die Analyse des Begriffs des Glaubens macht verständlich, wie sehr das etablierte Christentum in der indoeuropäischen Sprachlogik (Ursprung des Neutrum, Logik der flexierenden Grammatik, Inertialsystem und Bekenntnislogik) verwurzelt ist, durch sie zu einer Herrschafts-, Kampf- und Siegesreligion geworden ist (Benveniste, S. 135ff). Die Naturwissenschaft: der Kampf an der Naturfront.
Liefert Benveniste mit seiner Analyse der indoeuropäischen Institutionen nicht den Schlüssel für die Erkenntnis des Zusammenhangs der christlichen Tradition und seiner Verwurzelung in der indoeuropäischen Sprachgeschichte mit dem Faschismus?
Hat das Verhältnis der beiden apokalyptischen Tiere (aus dem Meere und vom Lande) etwas mit der Beziehung von Neutrum und Bekenntnislogik (Realität und Reklame) zu tun? Das „es war, ist nicht und wird wieder sein“ bezeichnet nicht eine historische Abfolge, sondern einen logischen, systemischen, strukturellen Sachverhalt.
Die Vergangenheit ist die Hölle, deren Pforten die Kirche nicht überwältigen werden (ist die Natur die Hölle, und die Welt die Pforte dazu?).
Ist nicht die Hysterie ein Teil der Geschichte der Beziehung der Philosophie zur Prophetie?
Theologie kann erst dann wieder neu zum Leben erweckt werden, wenn es gelingt, die Erkenntnis aus dem Bann des Wissens zu lösen (vgl. die Differenz im kantischen Erkenntnisbegriff: die/das Erkenntnis). An die Stelle des Wissens wäre das Vertrauen in die erkennende Kraft der Sprache zu setzen.
Ist die „Kultur der Empfindlichkeit“ nicht die Versuchung, der Eugen Drewermann erlegen ist, und für die er den Preis hat zahlen müssen: seine Konfliktunfähigkeit? Im Bannkreis der Empfindung kann man auf Konflikte nur mit Projektionen (nur mit dem Instrumentarium des Schuldverschubsystems) reagieren. Grundlage der Kultur der Empfindlichkeit ist die Unfähigkeit zur Schuldreflexion, die Logik des Rechtfertigungszwangs (die Bekenntnislogik). Der Begriff der Empfindung stammt aus dem Konstrukt der „sekundären Sinnesqualitäten“: er setzt die Unreflektierbarkeit der mathematischen Naturwissenschaften (und der Geldwirtschaft, des Kapitalismus, der politischen Ökonomie) voraus. Gegen die Überflutung durch die chaotische Mannigfaltigkeit der Empfindungen hat Kant den Wall seiner transzendentalen Logik errichtet, der aber auch nicht standgehalten hat.
In dem Prophetenwort, daß am Ende die Gotteserkenntnis die Erde erfüllen wird, „wie die Wasser den Meeresboden bedecken“, bezeichnet das „wie“ nicht einen Vergleich, sondern das Objekt einer Substitution: Die Wasser werden durch die Gotteserkenntnis ersetzt. Dieses Ende beendet die Geschichte der Sintflut. Hierauf verweist das apokalyptische Bild von der Hure Babylon, die an den großen Wassern sitzt, wobei die Erklärung dieser Wasser, die in der Johannes-Apokalypse gegeben wird, in dieses Bild mit hereinzunehmen ist.
Ist nicht die Ökonomie das Tier aus dem Meer; gehört dazu nicht der Seehandel (die Kaufleute und die Schiffsführer, die Spediteure)? Das Tier vom Lande (der falsche Prophet) würde dann den Weltbegriff, das Produkt der Selbstlegitimation des Bestehenden durch den Prozeß der Aufklärung, bezeichnen (die Philosophie, die Theologie und die Wissenschaften).
Kopf und Hand (die Träger des Zeichens des ersten Tieres, des Tieres aus dem Meere), bezeichnen sie nicht die subjektiven Formen der Anschauung (mit der Bekenntnislogik) und den Begriff oder das Geld?
Die Bekenntnislogik vertauscht Oben und Unten, das Geld (die politische Ökonomie) Rechts und Links und der Raum (die Naturwissenschaften) Vorn und Hinten.
… Deshalb war der Confessor ein männlicher Heiligentyp und sein Pendant die Virgo (die im Kontext der Sexualmoral zur Imago der Frauenfeindschaft geworden ist).
Edgar Morin hat einmal, in einer Untersuchung über das Kino, die Situation im Kino, das Eingesperrt- und Gefesseltsein in der Sitzreihe und an den „bequemen“ Kinostuhl (eine Situation, die das Fernsehen vergesellschaftet und privatisiert hat), mit der Situation des SS-Täters nach seiner Gefangennahme verglichen: abgesperrt vom Handeln, eingeschlossen in die „kontemplative“ Situation in der Gefängniszelle, zerfließt er in Selbstmitleid. Dieses Selbstmitleid ist der Boden, auf dem die Bilder des Films zu leben beginnen, die identifikatorischen Bedürfnisse des Zuschauers an sich binden (den Zuschauer „in ihren Bann ziehen“). Wäre die Erlösung nicht die Erlösung von der Erlösungsbedürftigkeit, die im Selbstmitleid gründet, und die der Ursprungsquell jener verhängnisvollen Religiosität ist, die heute um sich greift.
Unterscheiden sich nicht Schrift und Wort wie Wasser und Feuer (die nur im Namen des Himmels eins sind)?
Der Kreuzestod hat die Welt erschüttert, den Vorhang im Tempel (vor der Gegenwart des göttlichen Namens) zerrissen und den Himmel verdunkelt: Er hat die Welt in den Anklagezustand versetzt: in den Akkusativ. Das war der Anfang des Objektivationsprozesses.
Nicht die Dummheit gilt es in der Vergangenheit zu begreifen, sondern den Erkenntnistrieb, der auch in dem befremdenden Erscheinungen sich manifestiert, und seine Behinderungen. -
29.12.1994
Damnare heißt jemanden mit einem damnum belegen, ihm etwas von seinem Vermögen nehmen (Benveniste, S. 64). Damnare = verurteilen verweist auf das Eigentumsproblem und seine Konnotationen. Ist das Urteil nicht die Enteignung, die Ausbeutung, die Einbeziehung in den kollektiven Schuldzusammenhang?
Ist nicht die Vater-Imago der Spiegel und der Katalysator des göttlichen Zorns (Vater und Kelch)? Als Gott den Menschen männlich und weiblich schuf, schuf er ihn im Bilde seiner Attribute (Gericht und Barmherzigkeit)?
Was ist der Unterschied zwischen Haupt und Angesicht? Haben behaupten und enthaupten etwas mit einander zu tun? Ist nicht das Haupt das Angesicht von allen Seiten, das verdinglichte Angesicht? Zu den Häuptern gehören Kronen, zum Angesicht der Blick und das Wort. Welchen Kranz trugen die Caesaren (sh. die Dornenkrone Jesu)?
Bereschit, im Anfang: Das be- bezeichnet das In, das reschit den Anfang? Hat das reschit ähnliche Konnotationen wie das griechische arche (Anfang, Ursprung, Ursache, Schuld)?
Zur Rekonstruktion des Strafrechts: Diskriminiert der Staat nicht in den Strafrechtstatbeständen seine eigenen Taten an den Opfern? Ist nicht das Strafrecht ein Stück projektiver Verarbeitung der eigenen Wurzeln?
Gemeinheit ist kein strafrechtlicher Tatbestand: wäre sie’s, würde sie dazu zwingen, das Strafrecht auf sich selber anzuwenden, nämlich als eine projektive Verfolgung der eigenen Verbrechen an anderen (Schuldverschubsystem). Das hat Carl Schmitt gesehen, und daraus die faschistische Konsequenz gezogen.
Als Jesus die Sünde der Welt auf sich nahm, hat er dem Staat die Grundlage entzogen. Das war die causa prima seiner Verurteilung.
Jesus ist in Bethlehem (im Haus des Brotes) geboren, er war ein Nazoräer (und hat in Nazareth gelebt), und in Kana (bei der Hochzeit von Kana, bei der man vom Brautpaar fast nichts hört, wohl von den Dienern und vom Kellermeister) hat er Wasser in Wein verwandelt.
Zweck der Universitäten war seit ihrem Ursprung die Selbstlegitimation des Bestehenden. Das gilt auch für die Geschichte der Theologie seit dem Ursprung der Scholastik. Seit Kant, der an die Stelle der „Schulphilosophie“ die „Weltphilosophie“ gesetzt hat („kopernikanische Wende“), leistet die Welt (der Weltbegriff) diese Selbstlegitimation.
Zum Begriff der Vergangenheit vgl. Benjamins Engel der Geschichte, zu dessen Füßen die Trümmer der Vergangenheit sich häufen, und Horkheimers Frage, ob sich auf einem solchen Leichenberg überhaupt noch die richtige Gesellschaft errichten lasse. Reinhold Schneider wollte als toter Hund am Fuße des Kreuzes begraben sein. -
23.12.1994
Die Vorstellung des unendlichen Raumes ist ein Instrument der Vergesellschaftung von Herrschaft.
Die Form des Raumes ist die Selbstbegründung der Homogenität der Zeit, der Vorstellung des Zeitkontinuums. Der Preis dieser Logik ist der Begriff der Materie.
Das Inertialsystem hat, indem es das Objekt zum Begriff gemacht hat, den Begriff zum Objekt gemacht: es hat die Sprache neutralisiert. Darauf bezieht sich das „gelegentlich ineinander laufen“, von dem Kant im Zusammenhang mit seiner Definition der Begriffe Natur und Welt spricht, und das war zugleich die Grundlage für Hegels Prämisse, daß die Identität von Objekt und Begriff schon geleistet ist. In dieser Prämisse ist die Hegelsche List der Vernunft begründet.
Blochs Bemerkung, daß die Schöpfung nicht am Anfang war, sondern erst am Ende sein wird, wäre noch zu berichtigen: der Anfang selber (der nicht vergangen sein kann, sondern an dem Zukunftsmoment in der Idee des Ewigen teilhat) wird erst am Ende sein. Die ganze Vergangenheit hat ein noch unabgegoltenes Moment in sich.
Hat der erste Teil des Stern der Erlösung, der mit der Todesfurcht anhebt, mit Gethsemane und mit dem Kelchsymbol zu tun?
Die Bemerkung in der Dialektik der Aufklärung, daß die Geschichte der Zivilisation die Geschichte der Verinnerlichung des Opfers ist, verweist auf die Beziehung des Weltbegriffs, des Schwellenbegriffs der Zivilisation, zum Opfer: auf eine Beziehung, die die Funktion der Opfertheologie für die Konstitution des Weltbegriffs ins Bewußtsein hebt. Der Mythos hat der Verinnerlichung des Opfers vorgearbeitet, die Geschichte des Opfers in eine Engführung gebracht, die die Verinnerlichung des Opfers erzwungen hat.
In jeder Empörung steckt etwas von der Lust an dem, worüber man sich empört. Deshalb sagt das Bild, das die Antisemiten von den Juden haben, mehr über die Antisemiten als über die Juden. Sind nicht die Naturwissenschaften ein Produkt der Empörung über die Natur (die in dieser Empörung überhaupt erst als Natur sich konstituiert)? Speist sich nicht die Urteilslust aus der Empörungslust, und bezieht sich darauf nicht das Keuschheitsgebot und das Symbol des Unzuchtsbechers?
Die philosophische Kritik am Anthropomorphismus war seit je das Instrument der Verdrängung der Barmherzigkeit. Ist nicht die Geschichte der Hysterie die Geschichte des Schicksals dieser Verdrängung (und zugleich ein Hinweis auf den Ursprung der Frauenfeindschaft im historischen Prozeß der Aufklärung)?
Die Selbstlegitimation des Bestehenden leistet der Naturbegriff; deshalb ist die Kritik der Naturwissenschaften so schwer und so notwendig. -
19.12.1994
Prigogine: die Postmoderne in den Naturwissenschaften.
Zum Weltanschauungstrieb der Naturwissenschaften: Kein Zufall, daß Prigogine sowohl den Snow (Die zwei Kulturen) als auch den Forman (Weimarer Kultur, …) zitiert.
Wenn Prigogine den Namen Boltzmann nennt, kann man davon ausgehen, daß er in erster Linie die Weltanschauung, und nur am Rande den physikalischen Sachverhalt meint.
Unberührt bleibt der in der Tat ungeheuerliche Gedanke, das Plancksche Wirkungsquantum zur Entropie in Beziehung zu setzen; nur daß dieser Gedanke verpufft, weil er das Konstitutionsproblem, das auf die spezielle Relativitätstheorie zurückweist, verdrängt. Der wichtigste Hinweis liegt darin, daß die gesamte Mikrophysik sich „jenseits“ der Lichtgeschwindigkeit konstitutiert, das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zur Voraussetzung hat. Dieses „Jenseits“ hat die Atomistik zu einem Pseudo-Diesseits gemacht.
Die Beziehung des Gravitationsgesetzes zum Gesamtbereich der Erscheinungen, auf den die Lichtgeschwindigkeit sich bezieht, der mit dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit sich konstituiert, ist eine inverse, keine additive Beziehung. Der logische und historische Ursprung dieser Inversion liegt in der Geschichte der Theologie, in der Bekenntnislogik.
Die Physik als ein System allgemeingültiger Sätze, die zu den Erscheinungen im Verhältnis der Subsumtionslogik stehen, verwirrt den Erkenntnisbegriff.
Interessant an allen zeitgenössischen kosmologischen Theorien ist eigentlich nur noch das, was sie verdrängen.
Ist nicht diese ideologische Physik durchsetzt mit Wunschdenken, was kein Einwand wäre, wenn es nicht mit der Prätention aufträte, kein Wunschdenken zu sein, wenn es nicht mit der Unfähigkeit, sich selbst zu reflektieren, verbunden wäre? Diese Form des Wunschdenkens ist der im Hoffnungslosen verrottete Rest der Hoffnung.
Bemerkenswert an allen Versuchen, nichteuklidische Geometrien zu entwickeln, daß sie die „euklidische Geometrie“ logisch voraussetzten: Läßt eine „Krümmung“ anders als am euklidischen Referenzmodell sich bestimmen? Widerlegt werden sollte ohnehin nicht Euklid, sondern das kantische Konzept der subjektiven Form der äußeren Anschauung. Deren (ebenso mathematischer wie logischer) Kern aber war nicht das Parallelenaxiom, sondern die Orthogonalität: der innerräumliche Reflex seiner Beziehung zur Form der inneren Anschauung, zur Zeit. Aber waren das nicht schon Paradigmen der gleichen Konstellation, die seitdem rapide sich durchgesetzt hat: daß alle Angriffe schon im Ansatz als Niederlagen sich erwiesen, alle gleichsam die Züge des Harakiri trugen. Jeder Angriff steht unter der Zwangslogik des Begriffs, der sein Objekt verloren oder auch abgetrieben hat (steht unter der Zwangslogik der Paranoia und des Herrendenkens).
Wenn unsere Politiker gegen den Rechtsextremismus auf den Blick und das Urteil des Auslands verweisen, machen sie den Rechtsextremismus zu einem Selbstläufer, zu einem Perpetuum mobile, das an seinen entropischen Folgen scheitert.
Der Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus wird erst dann verstanden sein, wenn er als das Ende der Bekenntnislogik begriffen wird. Die Bekenntnislogik bleibt auf den Staat fixiert, gewinnt in dieser Fixierung ihre „Identität“. Wenn die raf-interne Diskussion immer mehr auf das Verhältnis „des Staates“ zu den Gefangenen sich zuspitzt, auf die Erhaltung der „Identität“, dann hat der Staat genau in dieser Zuspitzung der raf-Position auf das Recht, ein Bekenntnis zu haben (das ohne Feindbild nicht auskommt: und sei es das Feindbild „Staat“), bereits gesiegt. Er kann diese Gefangenen freilassen, weil sie jetzt auch draußen ungefährlich (nämlich berechenbar und kontrollierbar) geworden sind. Der Staat vermag seine Gegner auch an der langen Leine der Feindschaft noch in der Hand zu halten. Haben die Gefangenen nicht mit der Feindschaft gegen den Staat (mit der Paranoia) ihre Isolationshaft verinnerlicht (und ist die „Identität“, die sie sich nicht rauben lassen wollen, nicht der Schlüssel dazu)? Zur Frage, ob man den Staat hassen kann, wäre an die Antwort Gustav Heinemanns auf die Frage, ob er den Staat liebe, zu erinnern: er liebe seine Frau. Im Kontext des Bekenntnisses instrumentalisieren sich alle Objektbeziehungen, geht es nur noch darum, wofür oder wogegen einer ist; im Kontext des Bekenntnisses stirbt die Welt den Kältetod, als dessen Hypostase der Staat sich etabliert.
Hat nicht die raf (unterm Bann der Bekenntnislogik) seit je die Logik des Systems personalisiert?
Magischer Ursprung des Naturbegriffs: Wenn ein Kind sich an einer Tischkante stößt, ist der Tisch schuld.
Ist nicht alle Philosophie deshalb Bewußtseinsphilosophie, weil das Bewußtsein erst mit dem „Wissen“ entspringt, seine Organisation der Organisation und Logik des Wissens verdankt?
Alle Unschuld ist Schein.
Verweist der Satz, daß, was ihr auf Erden lösen werdet, auch im Himmel gelöst sein wird, nicht darauf, daß es ein Ungelöstes (noch Gebundenes) auch im Himmel noch gibt; und ist die Bindung dieses Ungelösten nicht das Werk der Kirche (was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein)? Hängt nicht das Binden und Lösen auf ganz andere Weise mit dem Bußsakrament zusammen: Hat dieses Sakrament das Lösen zu einem Teil des Bindens gemacht? -
17.12.1994
Hegels Unterscheidung zwischen dem Licht und den mit seiner Fortpflanzung im Raum zusammenhängenden Phänomenen scheint mit der Unterscheidung von Natur und Welt zusammenzuhängen, die sie gleichwohl falsch abbildet: Ist nicht die kantische Definition der Begriffe Natur und Welt (dynamische und mathematische Totalität der Erscheinungen) an den Begriff der Erscheinungen gebunden, damit aber durch die „dynamische Totalität“ der Erscheinungen vermittelt? Verwandelt der Naturbegriff nicht das Dynamische in ein Mathematisches (durch die Stillstellung der Zeit in der mathematischen Vorstellung des Zeitkontinuums, durchs Inertialsystem); ist dieses Mathematische nicht der Grund der Vegegenständlichung des Dynamischen? Die Projektion des Lichts unters Zeitkontinuum führt auf die Zusammenhänge seiner Fortpflanzung im Raum, während seine sinnliche Erscheinung dahinter verschwindet.
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16.12.1994
Die Tatsache, daß der Kapitalismus nur über seine erweiterte Reproduktion sich stabilisieren läßt (Geldwertstabilität und Standort Deutschland), ist eine Folge der Entropie in der Ökonomie: der Verwertung der Armut.
Gibt es eine Untersuchung über die Entstehung der Bibelübersetzung Luthers und ihre Bedeutung für die Ursprungsgeschichte der deutschen Schriftsprache? Wenn Luther für seine Bibelübersetzung die Kanzleisprache gewählt hat, ist das nicht ein Hinweis auf die Affinität seiner Theologie zu dieser Sphäre?
Kannte Hegel schon das Substantiv, oder ist das eine spätere Erfindung? Kann es sein, daß das Substantiv (Hegels Substanz als Subjekt?) gleichsam das schwarze Loch der Hegelschen Philosophie ist, das sie ganz in sich aufgesogen, ihre Strahlungskraft zerstört hat?
War die ideologische Krise der Physik in den zwanziger Jahren nicht auch ein Indiz für das Schwinden der legitimatorischen Kraft der Naturwissenschaften?
Vergleich der invisible hand mit dem newtonschen Konzept des absoluten Raumes.
Das Inertialsystem hat die Erinnerung zu einer folgenlosen Sache gemacht (es hat sie neutralisiert und die Vergangenheit zu einem Gegenstand des Zuschauens, der Kontemplation gemacht); erst so war die historische Erforschung der Vergangenheit möglich, aber nur als Herrschaftsgeschichte.
Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten, daß sie nackt waren: War das die Geburtsstunde der Astronomie?
Wenn Kant den Raum als subjektive Form der Anschauung begreift, so bezieht sich das nicht auf „den Raum“, sondern auf sein Erzeugungsgesetz. Und die Antinomien der reinen Vernunft, die sich auf die transzendentale Ästhetik beziehen, erzwingen eigentlich die Reflexion dieses Erzeugungsgesetzes. Das Gelingen dieser Reflexion ließe sich daran ermessen, ob es gelingt, daß die Naturwissenschaften sich selbst durchsichtig werden.
Ist das Christentum nicht zugleich die Finsternis über dem Abgrund und der Geist über den Wassern (und beziehen sich darauf die Ideen der descensio ad inferos und der resurrectio mortuorum)?
Wenn Prigogine den „Zeitpfeil“ (das Moment der Irreversibilität an der Zeit) an die Entropie anschließt (und den Zerfall als eine Gestalt des Werdens ansieht), wird dann nicht wiederum (wie in der Kausalitätsdebatte nach dem Ersten Weltkrieg) die Physik als Rechtfertigungsmittel der Ökonomie mißbraucht? -
14.12.1994
Beschreibt nicht H.G.Kippenberg im Abschnitt über die Gnosis, insbesondere in seinen Ausführungen zum Thema Heuchelei und Verstellung (Erlösungsreligionen, S. 417 ff), aufs präziseste die Entstehungsbedingungen des Dogmas (mit der Gnosis als Urhäresie)? Das Dogma hat die Heuchelei und Verstellung gleichsam in sein Inneres, als sein Formgesetz, mit aufgenommen. Durch dieses Formgesetz (durch die Bekenntnislogik) ist das Dogma zur Ursprungsgestalt der modernen Aufklärung geworden; es vollendet sich im Inertialsystem (in der der Reflexion entzogenen Form des Raumes) und in der Urteilsform (dem Formgesetz der transzendentalen Logik). Natur wird zur geheuchelten und verstellten Fassade der Schöpfung. Im Personbegriff (der aus dem ästhetischen der Maske sich herleitet) ist diese Heuchelei fürs Selbstverständnis der Menschen konstitutiv geworden (Zusammenhang mit dem Ursprung der Privatsphäre).
S. 424: Der ungeheuerliche Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Gnosis und Autismus.
In einer Welt, in der es nicht mehr auf das ankommt, was einer tut, sondern nur noch darauf, ob man sich erwischen läßt, ist die Verstellungsautomatik in die Konstruktion des Lebens mit eingebaut worden. Natur gibt es, seit es den Schein der Unschuld (die absolute Leugnung der Gerechtigkeit: jeder Schein ist Schein der Unschuld) gibt; seitdem ist der Rechtfertigungszwang (der Geburtsort der Bekenntnislogik) unaufhebbar geworden. Liegt hier nicht der Grund aller Ästhetik (wie auch der Grund der Stellung des Scheins in Hegels Logik)? Das bedeutet aber auch, daß die kantische transzendentale Ästhetik in der Tat den Grund aller Ästhetik benennt.
Eine Welt, in der die Gerechtigkeit sich verstellen muß, kann nur das Werk eines Dämons (eines Demiurgen) sein. Das war das Problem der Gnosis, ein Problem, das die Orthodoxie mit der Opfertheologie und Bekenntnislogik und mit der Verurteilung der Gnosis zu lösen versucht hat. Mit der Verurteilung der Gnosis aber hat die Kirche dieses Problem nur verdrängt. Der Preis für die dogmatische Lösung war die Verinnerlichung der Verstellung (die den Taumelbecher zum Unzuchtsbecher gemacht hat).
Wie der Kreuzestod war auch das Martyrium das Urteil über die Täter (über das Herrendenken), aber nicht die Rechtfertigung des Opfers (die dieses Urteil wieder ins Herrendenken reintegriert). Jedes Opfer ist ein Urteil über die Täter, aber niemals eine Rechtfertigung des Opfers (Opferfalle).
Zu Joh 129: Das „Seht (das Lamm Gottes)“ ist eine Ergänzung des sch’ma Jisrael. Eine Ergänzung, die unmittelbar und direkt die welthistorische Differenz zwischen Judentum und Christentum benennt. Wenn das Judentum eine akustische Religion ist, ist das Christentum eine optische. Aber genau das ist der Bann, unter dem das Christentum bis heute steht. Hier liegt der Grund, weshalb Joh 129 nicht unverfälscht rezipiert werden konnte. Dieses „Seht“ hat genau in den Bann der Welt hineingeführt, auf den Joh 129 sich bezieht, wenn es diesen Bann als „Sünde der Welt“ bestimmt. Läßt sich nicht die Logik der Schrift aus der Subsumtion des Hörens unter das Sehen herleiten? (Bei Hegel vergeht dem Denken das Hören und Sehen.) Und ist nicht das „Seht das Lamm Gottes“ die Antwort auf das „Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten, daß sie nackt waren“?
Wäre nicht, was die Gedankenlosigkeit Monotheismus nennt, nach Hören und Sehen (nach Prophetie und Philosophie) zu unterscheiden? Die Schrift erfüllt sich im Anschauen, in der tatenlosen Kontemplation, das Wort im Hören und Tun.
Die verdinglichende Gewalt des Sehens steht unterm Bann der subjektiven Formen der Anschauung. Die Unterscheidung von Hören und Sehen konvergiert mit der von Ethik und Ontologie. Und Hegels Kritik des Sollens benennt die Ohnmacht der Ethik unterm Bann der Ontologie. Während die Philosophie das Hören dem Sehen unterwirft, machen die Prophetie und in ihrer Folge die Apokalyptik das Sehen zu einem Organ des Hörens. Der Satz „Seht das Lamm Gottes“ zitiert die Prophetie (seine Bedeutung wird im Kontext der Eucharistie-Verehrung verstellt).
Haben die Fische und die großen Seetiere etwas mit dem Wasser des Thales zu tun (und wurde am fünften Schöpfungstag der Staat erschaffen; vgl. auch die Fische in den Büchern Jonas und Tobias, sowie die Fischer-Apostel)? -
9.12.1994
Gehört das Neutrum in die Vorgeschichte des Geldes oder das Geld in die Vorgeschichte des Neutrums? Das Neutrum ist der sprachliche Ausdruck der Vergesellschaftung, deren Ursprung in die Geschichte des Ursprungs der Schrift und des Geldes fällt. Die hebräische Schrift heißt die hebräische, weil sie der Logik der Schrift (die die Sprachen der Völker beherrscht, die ohne Idolatrie nicht zu halten sind) die Gottesfurcht entgegensetzt. Zentrale Symbole der Bibel, wie
– die Schlange (das Neutrum: die Beziehung des Weltbegriffs zum Staat),
– der Kelch (die subjektiven Formen der Anschauung: die Zerstörung der benennenden Kraft der Sprache durch die Urteilsform, durch Objektivation und Instrumentalisierung), und
– die Dornen und Disteln (die mit dem Neutrum logisch verknüpften Formen der Konjugation und Deklination: das Gesetz der Profangeschichte, der durch Gewalt und durch Herrschaft von Menschen über Menschen definierten Geschichte – vgl. hierzu das Gleichnis Jesu von dem Weizen, der unter die Dornen fiel),
sind sprach- und herrschaftskritische Symbole zugleich.
Die Begriffe Wissen, Natur und Welt (die drei kantischen Totalitätsbegriffe) sind die Schlüssel zu der Isolationszelle, in der die transzendentale Logik das Subjekt gefangen hält (gegen die Erkenntnis der Dinge, wie sie an sich sind [nicht der „Dinge an sich“, die es nicht gibt], abschirmt oder absperrt). -
7.12.1994
Das Geld (der Marktautomatismus) läßt die Armen schuldig werden (die Begründung findet sich dann schon). Das war der Grund, weshalb seit den Kirchenvätern die concuspicentia als Träger der Erbschuld begriffen wurde: Opfertheologie und Vergöttlichung Jesu, Folgen der Instrumentalisierung des Kreuzestodes, gehorchten gleichsam in vorauseilendem Gehorsam immer schon der Logik des Kapitals; so haben sie ihr vorgearbeitet. Eine wichtige Rolle in diesem Prozeß spielte die neudefinierte Funktion der Sexualmoral, der die Kirche verfallen ist, weil sie den Mechanismus nicht durchschauen konnte. (Vgl. hierzu Hinkelammert, Kritik, S. 269ff, insbesondere auch die Anm. S. 271, sowie den transzendentallogischen Zusammenhang des Marktautomatismus mit dem Inertialsystem.)
Der „persönliche Gott“ ist der magische Helfer der Einsamen, der Gott der Sexualmoral.
Läßt sich die Beziehung von Barbaren und Hebräern aus der unterschiedlichen Stellung zur Schuldknechtschaft, und d.h. zur Logik des Kapitals, herleiten?
Der Erkenntnisbegriff reicht weiter als der des Wissens. Es war der Grundfehler des deutschen Idealismus, daß er beide in eins gesetzt hat. (Hängt nicht auch das mit dem Wort vom Rind und Esel zusammen: das Rind ist ein Opfertier, während die Erstgeburt des Esels durch ein Lamm ausgelöst wird?)
Die prophetische, die messianische und die parakletische Erkenntnis sind drei Stufen der Erkenntnis, die auf die Trinitätslehre zurückweisen (auf die Gründe des Antijudaismus, der Ketzerverfolgung und der Frauenfeindschaft). Hat die dritte Leugnung etwas mit der Sünde wider den Heiligen Geist zu tun, die Selbstverfluchung Petri mit der Leugnung der parakletischen Form der Erkenntnis?
Das Urteil ist das Instrument der Veranderung oder der Verweltlichung des Denkens.
Joch und Last: Wird mit dem Jesaia-Wort nicht die Sünde der Opfertheologie bezeichnet, die das Auf-sich-Nehmen der Last, der Sünde der Welt, zum Joch (zur Last für andere) gemacht, es zur Rechtfertigung der Unterdrückung benutzt hat? Die Last nehme ich auf mich, das Joch lege ich anderen auf. Und das ist die Verführung des Inertialsystems wie auch des Tauschprinzips (insgesamt des Schuldverschubsystems), daß sie Last und Joch identifiziert. Adornos Kritik des Identitätsprinzips zielt genau auf diesen Sachverhalt. Der Satz über Rind und Esel enthält die Kritik des Weltbegriffs, der die Identifizierung von Joch und Last zur Grundlage hat. Vgl. hierzu Rosenzweigs Satz: Nur wer die Last auf sich nimmt, befreit sich von ihr, oder auch das Jesus-Wort: Mein Joch ist sanft und meine Bürde leicht (Mt 1130).
Die Philosophie, und nach ihrer Hellenisierung auch die Theologie, hat seit je das Herrendenken frei- und seine Opfer schuldiggesprochen.
Erwarten sich die Menschen heute nicht von der Religion und von der sie beherrschenden Gottesvorstellung einen Schutz gegen Gott? Die Idee des Absoluten ist nicht nur ein grandioses philosophisches Konstrukt, sondern das Produkt der Instrumentalisierung Gottes, das die Religion heute beherrscht. Mit der Instrumentalisierung Gottes wird das Aggressionspotential, das in uns steckt: die unaufgearbeitete Schuld, auf die Außenwelt abgeleitet; vergessen wird, daß die Sündenvergebung ans Sündenvergeben gebunden ist.
Drückt sich beim Hinkelammert (in den Partien, in denen er über Popper nur schimpft) nicht noch ein Stück Hilflosigkeit aus?
Dieser ungeheuerliche Mechanismus: Wir haben die Armut in die Dritte exportiert, und nutzen sie nun als Hebel, um sie über den Lohndruck, den sie heute erzeugt, wieder zu reimportieren.
Massen sind nur durch ihr „Gewicht“ in einem Gravitationsfeld (auf einer Waage) meßbar. Ist diese Logik auf den Ursprung des Gravitationsfeldes (beim fallenden Apfel auf die Erde, beim Planetensystem auf die Sonne) überhaupt anwendbar, übertragbar? Können die Sonne, die Erde, der Mond oder die Planeten gewogen werden?
Merkwürdige Vermischung von Empirie und Logik: „Den entscheidenden Erkenntnisfortschritt über den Anfang unseres Universums hat 1929 der amerikanische Astronom Edwin Powell Hubble bewirkt. Er stellte bei seinen Beobachtungen im Weltall fest, daß je weiter die Galaxien von uns entfernt sind, sie umso schneller von uns wegfliegen.“ (Amand Fäßler, Direktor des Instituts für theoretische Physik und Dekan der Fakultät für Physik der Universität Tübingen, in Publik Forum vom 02.12.94, S. 50). Hubble hat die Rotverschiebung der Spektrallinien der Sterne in Abhängigkeit von ihrer Entfernung entdeckt. Die Vorstellung der Expansion des Weltalls beruht auf einer Interpration dieses Sachverhalts auf der Basis des Doppler-Effekts. (Auf S. 52 fordert Fäßler: „Wir müssen gegenüber allen Ideologie sehr skeptisch sein …“)
Was das kopernikanische System so nützlich gemacht hat, war, daß man sich dieses Planetensystem so schön vorstellen konnte, daß man es auf eine Bildebene projizieren (es der Logik der Schrift unterwerfen) konnte. Die Vermittlung dieses Bildes durch die Logik der Schrift blieb unreflektiert. So wurde die Unterscheidung zwischen dem Im Angesicht und dem Hinter dem Rücken gegenstandslos: Es gab nur noch ein Hinter dem Rücken. Dieser Schritt hat die „Wirklichkeit“ zur Erscheinung gemacht. Nicht zufällig hat Kant sein Konstrukt der transzendentalen Ästhetik, der subjektiven Formen der Anschauung, aus denen die transzendentale Logik abgeleitet ist, als eine Konsequenz aus der „kopernikanischen Wende“ verstanden.
War nicht die machsche Kritik der Atomistik ein Versuch der Rekonstruktion des Objekts aus Empfindung und Logik, der sehr kantisch ist, zugleich ein Reflex der Probleme der damaligen Äthertheorien? Die Auflösung dieses Problems (u.a. durch die spezielle Relativitätstheorie Einsteins, durchs Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) war einer der Gründe des Ursrpungs des Neopositivismus, des logischen Empirismus, für den die Rekonstruktion des Objekts aus dem Chaos der Empfindungen nicht gelöst, nur obsolet geworden ist. Die veränderte Logik der neuen Naturwissenschaften (die mit der veränderten Logik der Ökonomie aufs merkwürdigste konvergierte) drückte dann in veränderten Positionen sich aus (Problem der Kausalität, der Anschauung, des „Beobachters“). Das ist das Problem der Beziehung der Naturwissenschaften zum „kulturellen Milieu“. Aus dem Konstitutionsproblem wurde ein innerlogisches Problem, dessen Gegenstandsbedeutung ungeklärt geblieben ist (vgl. Poppers „Falsifikations“-Theorem).
Wer an der Atomvorstellung festhält und weiterhin nach den letzten Bestandteilen der Materie sucht, wird sich damit abfinden müssen, daß er auf immer neue Zwiebelschalen stößt.
Wer die Postmoderne für ein weltanschauliches Problem, gleichsam für ein Bekenntnisproblem, hält, verharmlost das Problem; die Postmoderne spiegelt in Wahrheit die innerlogischen Probleme des derzeitigen Standes der Aufklärung wider.
Sind die flektierenden Sprachen nicht Fortbildungen der agglutinierenden Sprachen, die Affixbildungen Weiterbildungen der Determinanten, die selber schon als erste Spuren der Logik der Schrift in der Sprache zu begreifen sind? Spiegelt die Trennung der Sprachen nicht verschiedene Phasen der Verschriftlichung der Sprache wider, und war vielleicht das Bilderverbot gegen den „Fortschritt“ der indogermanischen Sprachlogik gerichtet?
Kann es sein, daß das Tier aus dem Meer und das Tier vom Lande sich auf die Geschichte der christlichen-jüdischen Beziehung seit dem Urschisma bezieht?
Der Begriff des „vollkommenen Wissens“ wäre anwendbar nur auf eine tote Welt, auf eine endgültig abgeschlossene Vergangenheit. Die Allwissenheit als Attribut Gottes unterscheidet sich von der Erkenntnis, die Gott allein zugesprochen werden kann, durch eine qualitative Differenz: durch die Abwesenheit der Barmherzigkeit. Wissen ist gnadenlos, ihrem eigenen Objekt, auf das es sich von nur außen bezieht, fremd; die göttliche Erkenntnis wäre das Gegenteil davon: das Angesicht Gottes als eine Erkenntnis, in der seine Objekte sich selbst ohne Angst wiedererkennen.
Das Wissen ist (wie die Begriffe Natur und Welt) ein Produkt der Logik der Schrift; auf ein „All“, das vorauszusetzen wäre, wenn es so etwas wie ein vollkommenes Wissen geben sollte, läßt es ohne Selbstwiderspruch nicht sich beziehen (die Entfaltung dieses Selbstwiderspruchs ist die Hegelsche Logik, in der die Stelle des „vollkomenen Wissens“ von der Idee des Absoluten, der Spiegelung des Subjekts im Unendlichen, besetzt wird).
Die Geschichte ist ebensowendig das Weltgericht, wie Gott der Herr der Geschichte ist. Nach Hegel bezeichnet der Begriff der Geschichte sowohl die vergangenen Begebenheiten als auch ihre Darstellung, die erinnernde Vergegenwärtigung des Vergangenen; verweist das nicht auf einen logischen und sachlichen Zusammenhang beider? Wird nicht das Vergangene erst durch seine Erinnerung zum Vergangenen? Vollzieht die historische Erinnerung und Vergegenwärtigung des Vergangenen (seine Vergegenständlichung im Kontext der Fundierung der Institution des Privateigentums und der Begründung des Begriffs) erst die Taufe der Vergangenheit am Vergangenen? In welcher Beziehung steht dieser Begriff der Geschichte zum Weltbegriff (zum Wertgesetz und zum Inertialsystem)? Gibt es einen Weltbegriff ohne die Abtrennung (und Vergegenständlichung) der Vergangenheit als Geschichte? Gehört diese Abtrennung nicht als ein konstitutives Moment zum Begriff der Geschichte und zur Konstituierung ihres Objekts, der Gegenwart, die nur so zu einem Teil der Geschichte wird (zur Konstituierung sowohl der Geschichte als auch der Welt, die erst durch ihre Beziehung zur eigenen Geschichte als Welt sich konstituiert)? Aber bedeutet das nicht auch, daß sowohl der Bann der Natur als auch der der Geschichte beide in einen Schuldzusammenhang rückt, der ihre Beziehung zur Wahrheit verhext? (Epos, Gegenständlichkeit, Logik der Schrift: nicht nur die Naturwissenschaft, auch die Geschichte ist ein Verdrängungsinstrument; vgl. die Funktion kontrafaktischer Urteile in der Geschichte; Prophetie und Apokalyptik; Fälschungen in der Geschichte).
Durch ihre historische Vergegenständlichung ist die Geschichte zu einer Kolonie der Gegenwart geworden. Die Gegenständlichkeit der Geschichte ist eine ästhetische, keine reale: Grund des Objektbegriffs und des Begriffs des Wissens, der ohne das Moment des Scheins nicht zu begründen ist.
Ohne den Weltbegriff kein „persönlicher Gott“; beide stützen sich gegenseitig. Atheistisch ist erst die zur kritischen Masse zusammenschießende verweltliche Welt (der Faschismus, der zum Staatskapitalismus gewordene „real existierende Sozialismus“).
Ist das Präsens Produkt der erinnernden Vergegenwärtigung des Vergangenen, die versperrte Gegenwart (durch die zeitlichen Formen des Konjugationssystems – durch Präteritum, Plusquamperfekt, Futur II – vermittelt wie der Nominativ durch die Kasus, durch Akkusativ, Genitiv und Dativ)?
Zur Ableitung und Kritik des Gehorsams: Die Attribute Gottes stehen im Imperativ. Ihre Erkenntnis ist prophetische Erkenntnis, die nicht den Gehorsam begründet, sondern das autonome Tun als Erfüllung des Worts. Der Gehorsam verwandelt den Imperativ in einen Indikativ, das Gebot ins Gesetz: er steht unter dem Bann der Logik der Schrift (Folge der Objektivierung des Attribute Gottes).Adorno, Antijudaismus, Ästhetik, Einstein, Faschismus, Fäßler, Geld, Hegel, Hinkelammert, Hubble, Inquisition, Kant, Kapitalismus, Kausalität, kontrafaktische Urteile, Kopernikus, Mach, Naturwissenschaft, Ökonomie, Philosophie, Popper, Postmoderne, Rosenzweig, Sexismus, Sexualmoral, Sprache, Theologie -
6.12.1994
Das Subjekt und die Person sind die Korrelate des Natur- und des Weltbegriffs, der in ihnen sich manifestierenden Objektivationsmechanismen (das Tier aus dem Meere/ das Tier vom Lande): Das Subjekt konstituiert sich im Kontext der subjektiven Formen der Anschauung (der Geschichte der Philosophie und Wissenschaft), die Person im Kontext des Geldes (der Ökonomie und des Rechts: des Staates). So ist die Natur fürs Subjekt ein Gegenstand der Kontemplation (der Anschauung), die Welt für die Person ein praktischer, sein Handeln bestimmender Begriff. Die Person verhält sich zur Welt wie die Natur zum Subjekt, oder: Während das Subjekt gegen die Natur (die sich in desem Zusammenhang überhaupt erst konstituiert) die Welt vertritt, regrediert die Person in ihrem Verhältnis zur Welt in Natur.
Das Verhältnis von Subjekt und Person gehört zu den Grundlagen des modernen Materiebegriffs. Bezieht sich nicht hierauf das prophetische Verbot, mit Rind und Esel gemeinsam zu pfügen, Joch und Last in eins zu setzen (Hinweis auf die Elemente einer Kritik der Logik der Schrift)?
Der Markt frißt den Himmel und die Erde auf.
Sind nicht die Atome (die Objekte der Mikrophysik) Objekte der Physik jenseits der Feuergrenze (jenseits der Lichtgeschwindigkeit)? Davon abstrahiert die Vorstellung des „leeren Raumes“, des Vakuums (der horror vacui ist der Schrecken, den der Herr um sich verbreitet).
Die Diskussion des Kausalitätsprinzips verweist auf die Grenze der Naturbeherrschung: die Grenze, an der „die Natur“ zurückschlägt, an der die Wirkungen von den Nebenwirkungen nicht mehr sich trennen lassen (die atomare Strahlung läßt sich weder verhindern noch beseitigen, vgl. auch die „Nebenprodukte“ der Giftküche Chemie)?
Zu der Feststellung, daß ich in der Schule Schizophrenie gelernt habe, gibt es noch eine Steigerung. Heute trennt die Verstellung, zu der ich damals gezwungen war, nicht mehr nur Außen- und Innenwelt (Schule und Privatsphäre), sie ergreift auch das Verhältnis der Kinder zu ihren Eltern (die gegen sie die Außenwelt repräsentieren). Gründet in dieser Konstellation nicht das Antlitz des Hundes (und in letzter Konsequenz die Ursprungsgeschichte der Tiergattungen)?
Das Angesicht ist das Produkt einer Umkehr, die die Seele, das Subjekt und die Person nicht mehr bloß beiseite läßt, von ihnen absieht, sondern sie vielmehr in sich auflöst, sie gegenstandslos macht. Zur Idee des Angesichts gehört es, daß es ein Hinter dem Rücken nicht mehr gibt. Darauf haben sich einmal die Idee der Auferstehung und das Wort Verklärung bezogen.
Gleicht nicht Poppers Versuch, die Idee der Unsterblichkeit mit dem Hinweis auf Bakterien und Krebszellen zu beweisen, dem Versuch, die Idee des seligen Lebens durch den Hinweis auf den „Wurm, der nicht stirbt“ zu bestimmen?
Steht Martin Buber nicht unterm Bann der Welt? Was bei ihm zur Grundlage von Befreiung oder Erfüllung wird, die „Du-Bezogenheit“, wird bei Emmanuel Levinas zum Begriff der Geiselhaft.
Ist die Trennung (der Ursprung) des Männlichen und Weiblichen durchs Neutrum vermittelt?
Gehorcht nicht die Sprachgeschichte einer Logik, die die Musik zu reproduzieren (der sie durch Mimesis sich zu assimilieren) versucht? Die Logik der Sprache ist die Musik, nach der alle tanzen. Das Wort aber erfüllt sich jenseits der Musik.
Erkenntnis führt nicht immer zum Wissen; Wissen ist vergesellschaftete Erkenntnis. Das Wissen verandert die Erkenntnis (und den Erkennenden), nimmt die Reflexion auf den Andern in die Erkenntnis mit herein (ersetzt Gott durch die Idee des Absoluten). Hier (in der realen historischen Abfolge des philosophischen Gedankens, in der die Idee des Absoluten sich entfaltet) liegt der Grund der Dialektik. Es kommt darauf an, diesen Vergesellschaftungsprozeß in der Genese der subjektiven Formen der Anschauung zu begreifen und so deren Bann über alle Erkenntnis zu lösen.
Die Kirche verhindert die Auferstehung des Wortes Gottes, indem sie den Kreuzestod Jesu instrumentalisiert. Diese Instrumentalisierung war das einzige Mittel, das katastrophische Moment in der Geschichte, auf das der Kreuzestod verweist, zu verdrängen.
– Brot: Weizen, Mühle, Sauerteig und Backofen,
– Wein: Weintraube, Kelter, Gärung und neue Schläuche.
– Ölbaum: der Ölberg, die Lampen der klugen Jungfrauen und die Salbung.
Gibt es einen Zusammenhang der Teilnahme an den sportlichen Wettkämpfen im Hellenismus, der Vergesellschaftung der Salbung (2 Makk und Jotam-Fabel), mit dem Ursprung des Christentums?
Steht das Sakrament nicht unter dem Zeichen des Täufers (der Taufe mit Wasser), während die Taufe mit dem Geist noch aussteht? Erst dann wird der Geist die Erde erfüllen, wie das Wasser den Meeresboden bedeckt.
Das englische man, das sowohl den Mann als auch den Menschen bezeichnet, ist ein sprachlogische Folge (eine Funktion) des to be.
Die Präfixe sind Operatoren, die die Verben qualifizieren, die Suffixe sind Determinatoren der Substantivierung. Wirft das nicht nachträglich eine Licht auf die Bedeutung und Funktion der Suffixe in den klassischen Sprache, in denen sie die Flexion beherrschten. Über die Form der Artikel, die Personalpronomina und die Hilfsverben sind sie aus Bildung der Nomina und Verben wieder herausgenommen worden (bei gleichzeitiger Änderung der Affinität von Begriff und Sprache: Ursprung des Nominalismus).
Das Substantiv ist eine Endgestalt der Sprachgeschichte (ein End- und Zielpunkt des Falles). Zusammenhang des „Hauptworts“ mit der „Tatsache“ (und der Mathematik)?
Frohe Weihnachten: „Was hast du denn da wieder angerichtet, Das ist ja eine schöne Bescherung.“
Adorno Aktueller Bezug Antijudaismus Antisemitismus Astrologie Auschwitz Banken Bekenntnislogik Benjamin Blut Buber Christentum Drewermann Einstein Empörung Faschismus Feindbildlogik Fernsehen Freud Geld Gemeinheit Gesellschaft Habermas Hegel Heidegger Heinsohn Hitler Hogefeld Horkheimer Inquisition Islam Justiz Kabbala Kant Kapitalismus Kohl Kopernikus Lachen Levinas Marx Mathematik Naturwissenschaft Newton Paranoia Patriarchat Philosophie Planck Rassismus Rosenzweig Selbstmitleid Sexismus Sexualmoral Sprache Theologie Tiere Verwaltung Wasser Wittgenstein Ästhetik Ökonomie