Wirtschaftsstandort Deutschland: Appell an die nationale Selbsterhaltung als imperialistische Kampfparole.
Ist nicht jede Ökonomie (aufgrund der Währungs- und der Rechtshoheit des Staates und ihrer Verflechtung mit der Infrastruktur des Landes und den gesellschaftlichen Institutionen) National-Ökonomie; und bedarf es nicht deshalb endlich einer Geschichte der Banken (die auch Kopernikus und Newton, deren nationale Geldtheorien zu den Grundlagen ihrer Astronomie gehört, enthalten sollte)? Gehört die Kritik des heliozentrischen Systems zur Imperialismus-Kritik?
Gibt es nicht eine Korrespondenz zwischen den Unterdrückten und Beleidigten, den Ausgebeuteten und Erniedrigten (den Armen und den Fremden) und der verdrängten Vergangenheit? Repräsentieren nicht die Herren (die „Sadduzäer“) die unversöhnte Vergangenheit (den Unterdrückungs- und Verdrängungsapparat als Verkörperung der Macht der Vergangenheit und die Leugnung der Auferstehung)?
Das tode ti, das hic et nunc (bei Hegel Kern der Begründung des Objektbegriffs, dessen Subjektivität Grundlage der transzendentalen wie auch der Hegelschen Logik ist): Ist das nicht in der Tat der Umkehrpunkt, der Knoten, der zu lösen ist? Das wahre tode ti ist die Aktualität der Prophetie: die aktuelle Realität des Hungers, der Folter, der Unterdrückung, des Krieges (der Armen und der Fremden).
Die Trennung der oberen von den unteren Wassern und dann des Flüssigen vom Festen (das Werk des zweiten Tages): Hat das nicht mit der Trennung von Zukunft und Vergangenheit zu tun (und mit der Subsumtion der Zukunft unter die Vergangenheit: der Begründung des Wissens)? Und hängt das Wunder von Kana nicht mit der Sintflut und Noe zusammen (sind Wasser, Wein und Blut drei Dimensionen des Zukünftigen; Zusammenhang mit der Erde, der Blöße und dem Fleisch)?
Der Urknall oder die Sprache als schwarzes Loch: Gehört nicht zur deutschen Staatsmetaphysik ebenso wie der Staatsanwalt auch der Volkstrauertag (das „Heldengedenken“): wie das Opfer zum Götzendienst? Der Staat als Moloch, der seine Opfer frißt. Der Volkstrauertag als Versuch der Sinngebung des Sinnlosen benötigt den Nationalismus als sinngebende Instanz: Ursprung der hohlen Sprache, Kern der Zerstörung ihrer benennenden Kraft.
Die Schrift (die Bibel) ist ein multidimensionaler, von allen Seiten durchsichtiger Körper; hat sie nicht siebzig Dimensionen?
Zum Anfang der Genesis:
– Sie enthält die vier Elemente (Erde Himmel Geist);
– ist der Geist über den Wassern eine Emanation des Feuers?
Dann wäre:
– die Erde wüst und leer,
– Finsternis über dem Abgrund, und dann
– der Geist Gottes über den Wassern: die erste Tätigkeit der Himmel (des Feuers).
Zur Dynamik dieser Geschichte gehört es, daß der gleiche Himmel dann verwandt wird zur Benennung der Feste, die die oberen von den unteren Wassern scheidet.
Ist es nicht ein großartiger Gedanke, daß die Jotam-Fabel die Idee des Königtums an die Bäume (und nicht an die Tiere) bindet: an den Dornstrauch?
Die Summenzahlen im Neuen Testament haben die Basis 17 (153, Joh 2111), 23 (276, Apg 2737) und 36 (666, Offb 1318):
– 17 ist die Summe aller Zahlen von 1 bis 5, plus 2;
– 23 die Summe der Zahlen von 1 bis 6, plus 2;
– 36 die reine Summe von 1 bis 8.
Woher stammt die Geschichte vom Schachbrett und den Reiskörnern?
Gibt es außer der Zahl „etwa 84“ (7 x 12, Alter der Prophetin Anna, Lk 237) noch andere, die keine Summenzahlen sind?
Bezieht sich die Wendung: eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit (Dan und Offb), auf die Formel der Summenbildung: (n + n2)/2 ?
Sprache
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27.11.93
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23.11.93
Ist nicht die Unterscheidung von genitivus subjektivus und objektivus der Grund der Unterscheidung von Natur und Welt? Das wäre zu demonstrieren an dem Genitiv in Joh 129: tän hamartian tou kosmou.
Natur und Inertialsystem: Ist nicht die Natur das Kaninchen vor der Schlange, die Trägheit der Materie die Lähmung durch den Blick der Schlange (und ist die Schlange nicht der Staat: das Neutrum als Institution, und das Inertialsystem der Blick der Schlange: das Neutrum als Subjekt des Zuschauens)?
Das Kaninchen vor der Schlange: Wodurch unterscheidet sich das Trägheitsgesetz vom Tauschprinzip (die träge Masse vom Tauschwert, die Physik von der Ökonomie, das Inertialsystem vom Kapitalismus, die Natur von der Gesellschaft)? Liegt die Lösung dieser Frage im Problem der Astronomie?
Simon Barjona (Mt 1617), huios Joannou (Joh 142, 2115).
Simon Barjona: Bezieht sich das auf den realen Vater Jona/Johannes oder auf das „Zeichen des Jona“, und was hat mit der „Schwiegermutter“ des Simon auf sich (wenn Petrus Typos der Kirche ist, welche Bedeutung hätte dann eine Schwiegermutter)? -
22.11.93
Sind Empfindungen nicht zuerst Schmerzempfindungen, und sind diese nicht der Kern aller anderen Empfindungen? Grundlage des Begriffs der Empfindung ist die Mechanik, die den Stoß, die Stoßprozesse, ins Zentrum der Naturerkenntnis gerückt hat. Und ist nicht das Problem der Gewalt, bis zu ihren gegenwärtigen Manifestationen, eine Folge dieses Konstrukts, demzufolge jeder Existenzbeweis nur noch durch den Stoß und seine logischen Entsprechungen zu führen ist. In den gleichen logischen Zusammenhang gehört der Satz, daß Gemeinheit kein strafrechtlicher Tatbestand ist, der beweislogisch (durch sein Verhältnis zur Nachweisbarkeit) zwingend zu begründen ist. Heute erweist sich die Macht als eine der Wurzeln der Beweislogik. Der Staat, wenn er keine moralischen Rücksichten mehr zu nehmen braucht, ist aufgrund des Gewaltmonopols nicht mehr zu widerlegen. Daß Auschwitz nicht zu einem perfekten Verbrechen geworden ist, lag einzig an der Dummheit der Nazis.
Die Paranoia ist selbst Opfer der Logik der Instrumentalisierung. Es gilt aber, diese Logik zu durchschauen.
Habermas hat sich mit seiner Entscheidung, die Rationalität der Naturwissenschaften nicht mehr zu hinterfragen, selber dumm gemacht. Und er sollte sich eigentlich nicht über die „neue Unübersichtlichkeit“ beklagen, die er mit dieser Entscheidung selber herbeigeführt, verschuldet hat.
Die spezielle Relativitätstheorie hat das Inertialsystem gesprengt, die Kopenhagener Schule hat es notdürftig wieder repariert.
Ist nicht mizrajim (Ägypten, das Sklavenhaus) eine geschichtliche Vorstufe des Neutrum, der Dualis der Bezugspunkt des „ne-utrum“? Was bedeutet der Name mizrajim? Und ist nicht Pharao, das „große Haus“, eine Personalisierung des Turms von Babel?
Die neutralisierende Gewalt erscheint in der Schlange, in Ägypten und in Babel (Astronomie)?
Hängt die Beziehung Israels zum Saturn mit den Kronos-Geschichten in der griechischen Mythologie zusammen?
Ist nicht die Beschneidung eine zurückgenommene Entmannung (vgl. die Sichem-Geschichte und den „Blutbräutigam“ Moses): Teil einer Kritik der Zeus/Jupiter-Religion, des Patriarchats?
Wenn die Welt durchs Wort erschaffen worden ist, ist es dann so abwegig, die Geschichte auch als einen Prozeß in der Sprache zu begreifen?
Et descendit ad inferos: Wir erfahren den Tod nur als den Tod der anderen, den eigenen Tod nur im Spiegel der Erfahrung der anderen: im Kontext unserer eigenen Fremdwahrnehmung, im Kontext der Schamerfahrung. Wie hängen Tod und Scham mit einander zusammen, was bedeutet in diesem Zusammenhang die Blut-Symbolik, und wozu gehört die Geschichte der Eucharistie?
Wenn der Tod (der mit dem Sündenfall und der Scham in die Welt gekommen ist) nicht mehr sein wird, wird auch die Materie, die Natur, nicht mehr sein? Wie hängt das mit der Idee der Auferstehung zusammen? Ist die Lehre von der Auferstehung das gegenständliche Korrelat der Umkehr, wird nicht mit der Auferstehung auch die Umkehr geleugnet?
Ist die Josephs-Geschichte mit den sieben fetten und den sieben mageren Jahren (und der „Geschichte der ursprünglichen Akkumulation des Kapitals“ in den sieben mageren Jahren) nicht die Geschichte Israels und des Christentums? Muß das Christentum nicht von den in der Geschichte Israels gesammelten Schätzen (der Thora, der Prophetie) leben und hierbei sich von allem eigenen Besitz entblößen, der vom Geld, über das Vieh bis zum Land an den Pharao übergeht? -
20.11.93
Ist nicht der Name des Flavius Josephus und sein Ursprung (Annahme des Flaviernamens aufgrund seiner Beziehung zum Flavier Vespasian) der Schlüssel zum Verständnis der Namen Paulus und Augustinus?
Spricht Kohl nicht heute an genau den gleichen Stellen von „Geschichte“, an denen vor zweihundert Jahren von „Natur“ gesprochen worden wäre?
Die Entdeckung des Winkels (durch die Griechen) ist die Entdeckung der Orthogonalität; sie war der entscheidende Schritt zur „Überwindung des Mythos“ und die Voraussetzung der Begriffsbildung (als Modell der Trennung und Beziehung von Begriff und Objekt, Welt und Natur). Wird die Orthogonalität nicht symbolisiert durch die Dornen und Disteln in der Geschichte vom Sündenfall (sind die Hörner der Tiere nicht Objekte ihrer Reflexion im Medium der Gewalt)? Wenn der Name der Sünde mit dem Sondern, Trennen zusammenhängt: trifft er dann nicht exakt die Orthogonalität?
Die Orthogonalität ist der Grund der Äquivalenz aller Richtungen im Raum (der Reversibilität aller Geraden im Raum); sie hat wie das Gleichnamigmachen des Ungleichnamigen mit der mathematischen Operation der Division zu tun (alles wird auf ein gemeinsames Maß: auf den gleichen „Nenner“ bezogen). Durch die Orthogonalität wird die Sprache ihrer benennenden Kraft beraubt, sie ist der Grund des Nominalismus. Personalisiert wurde das Prinzip der Orthogonalität (das verwirrende Prinzip in der Sprache) im diabolos, den die Schrift den Vater der Lüge nennt.
Zu Spenglers Bemerkung, daß die Stelle, die in der Alten Welt die Skulptur einnimmt, in der modernen Welt von der Musik besetzt ist: Man kommt der Sache näher, wenn man die Musik als den Versuch begreift, die Distanz zwischen dem Wort und seiner Erfüllung zu ermessen, während die Skulptur auf die Geschichte der Vergöttlichung des Opfers (auf den Ursprung des Götzendienstes) verweist.
Hat die fette Henne im Deutschen Bundestag, die sich für einen Adler hält, aber wahrscheinlich nur noch die politische Hackordnung repräsentiert, etwas mit dem Hahn zu tun?
Hat nicht die Anthroposophie insofern Anteil an der christlichen Entstellung der Tradition, als sie teilhat an der Privatisierung (und Verdinglichung) der Wahrheit? -
17.11.93
Ist nicht die Vorstellung, daß die ganze Pflanze „vorwärts und rückwärts“ nur Blatt sei (Bühler, S. 41), Teil einer Naturanschauung, die an der Idee der Unschuld sich orientiert: die Frucht und die „Befruchtung“ gleichsam „verunschuldigen“ möchte? Hat dieses „Blatt“ nicht sehr viel mit dem Feigenblatt des Sündenfalls (und seiner Interpratation durch Johannes Eriugena) zu tun? Liegt hier nicht der mythische Zentralpunkt der Goetheschen Naturanschauung? Und ist nicht die Goethesche Naturanschauung wirklich ans Schauen gebunden, d.h. an eine Erkenntnisform, die (wie die naturwissenschaftliche, an deren Modell sie sich orientiert) von jeder Schuldreflexion abstrahiert und jede Identifikation a limine ausgrenzt?
Alles Denken ist Schuldverarbeitung (daher die Neigung, es zu diskriminieren), ohne Sprache gäbe es keinen Ausweg.
Zwei Einwände gegen die Anthroposophie:
– Sie bleibt gefesselt ans Selbsterhaltungsprinzip, das sie zugleich als Egoismus an andern verurteilt. Sie bringt sich selbst durch einen sublimierten Egoismus, durch den sie zur „Weltanschauung“ wird, um ihr bestes Ergebnis.
– Die Vorstellung, der Mensch sei ein Mikrokosmos, müßte spätestens, wenn man die Reflexion der Naturwissenschaften mit hereinnimmt, historisiert und dynamisiert werden. Kosmos und Mikrokosmos sind in den historischen Prozeß verflochten, und lassen sich nur mit Gewalt (mit der Enthistorisierung und Moralisierung des Ego) daraus lösen. Mit zu reflektieren wären die Logik und die Geschichte des Weltbegriffs: der historische Säkularisationsprozeß, in dem wir Akteure, Zuschauer und Opfer zugleich sind. Erinnerung müßte auch kollektive Erinnerung mit einschließen: die ganze Geschichte steckt mit drin.
Hat nicht der anthroposophische Astralleib mehr mit den apokalyptischen Tieren als mit dem individuellen Fortleben nach dem Tode zu tun?
Hängt nicht das kosmische Element der Anthroposophie mit der Unfähigkeit, das Inertialsystem und die Geldwirtschaft zu reflektieren, zusammen? Durch diese Unfähigkeit verbleibt die Anthroposophie im Banne dieser Aprioris. Der Äther- und der Astralleib bezeichnen ein Problem, das die Anthroposophie durch Verdinglichung verdrängt (sind nicht die Tiere in der Natur, was die Stadt und der Staat in der Geschichte sind? Beide sind durch die Objektivierung des Sternenhimmels vermittelt).
Verweisen die Geschichten von den angeblichen Todeserlebnissen, nach denen im Moment des Todes das Leben wie ein Film abläuft nicht eher auf den Zustand der Gesellschaft im Zeitalter des Films und des Fernsehens (vorbereitet durch den Roman und den Historismus)?
Sind nicht die Warums bei Bühler (S. 114f) allesamt paranoid? Vgl. auch S. 117f: auch durch Streit oder Haß geschaffene seelische Bande erweisen sich als unzerreißbar.
S. 124f: Problem des Karma?! Bemerkungen zu den Gefallenen der Kriege: Anwendung auf Auschwitz?
S. 126: Ableitung der Überbevölkerung aus der materialistischen Gesinnung der Menschen, die (auch nach dem Tode noch) zu stark an die Erde gebunden sind und deshalb rascher zu einer neuen Verkörperung drängen?
S. 130: Zum Bösen fällt Walther Bühler nur der Satz ein: Wer ist nicht schon einmal bestohlen, belogen oder betrogen worden?
Zum Lachen und Weinen: Wie verhalten sich der Ursprung und die Geschichte zum Ursprung und zur Geschichte der Sprache? Bildet sich die Schrift an einer ähnlichen Grenze wie die Sprache; gibt es eine objektive Korrespondenz zur Unterscheidung von Hören und Sehen und zur Beziehung von Lachen und Weinen zu dieser Unterscheidung?
Hat das Osterlachen nicht etwas mit jener Szene in Büchners „Lenz“ zu tun, in dem Lenz nach dem mißlungenen Versuch ein totes Kind wieder zum Leben zu erwecken, begreift, daß der Mond nur eine leere und tote Steinwüste ist: In diesem Augenblick griff mit einem entsetzlichen Lachen der Atheismus in ihm Platz.
Die Naturwissenschaft ist das Lachen, das der Theologie im Halse stecken geblieben ist.
Ist nicht der Faschismus, auch sein gegenwärtiges Wiederaufleben, ein Beweis dafür, welche ungeheuren Unterdrückungskräfte mobilisiert werden müssen, um der Verführung gut zu sein zu widerstehen?
Hat der prophetische Begriff der Unzucht etwas mit der Venus-Katastrophe (mit den Ascheren) zu tun?
Wenn in der Antike die Rhetorik dem entspricht, was in der modernen Welt die Technik ist, bedeutet das nicht auch, daß das Christentum, insbesondere die christliche Theologie (die Entwicklung der Orthodoxie), die technologisch durchgearbeitete und instrumentalisierte Mythologie (den historischen Stand des Herrschaftsdenkens) repräsentiert? Und ist das nicht die zwangsläufige Folge der theologischen Rezeption des Naturbegriffs (die dem Stand der politischen Geschichte angemessene historische Stufe der Naturerkenntnis)?
Das Christentum und die Provinz: Galiläa, Nordafrika und Irland? -
16.11.93
Joh 13: panta di‘ autou egeneto, kai choris autou egeneto oude hen. Alles ist durch es selbst (das Wort) geboren/entstanden, und ohne es selbst ist auch nicht eines geboren/entstanden. -Das ginomai/egeneto bezieht sich nicht auf das Erschaffene, auch nicht aufs Gemachte, sondern aufs Erzeugte: auf das Produkt eines Gattungsprozesses, als welcher allein der Ursprung der Welt sich begreifen läßt (nicht die Schöpfung, nicht Himmel und Erde)! Falsch ist auf jeden Fall die Übersetzung des panta egeneto mit allem, was geworden ist: so wäre der logos bloß das Schicksal, Subjekt des subjektlosen Geschehens, fiele er in die Kompetenz der Hegelschen Logik.
Verweist das egeneto nicht auf einen Zusammenhang des Naturbegriffs mit dem des Logos? Ist nicht der Naturbegriff die logische Folge oder das logische Korrelat des „Hinwegnehmens“ (zu Joh 129)?
Rehabilitierung des Wunschdenkens: Wer das Wünschen diskriminiert, ergreift die Partei der gnadenlosen Welt.
Lachen und Weinen gehören (als Grenzbegriffe der Sprache) zur Logik des Angesichts; sie beschreiben die Grenze zwischen Hören und Sehen: das Lachen trennt Hören und Sehen, während das Weinen die Durchlässigkeit der Grenze bezeugt. Haben sie nicht etwas mit den Pforten der Hölle zu tun; ist nicht die Natur die durchs Lachen neutralisierte (gegen die Sprache indifferent gemachte) Schöpfung?
Ist nicht das Ich Produkt der Anklage, das mit dem Rechtfertigungszwang (als das Subjekt des Denkens, des transzendentalen Subjekts Kants) entspringt (sich entzündet)? – Gibt es einen Zusammenhang mit der Genesis und Logik des Materiebegriffs?
Die logische Äquivalenz von Einzelnem und Allgemeinem neutralisiert die Asymmetrie von Ich und Du (und begründet die Insuffizienz der Beweislogik).
physis und kosmos sind Produkte der philosophischen, natura und mundus Produkte der caesarischen Verarbeitung des Mythos. Die philosophische und die caesarische Verarbeitung des Mythos unterscheiden sich wie Erkenntnis und Wissen; deshalb waren die Konstituierung des Objektbegriffs und der Ursprung der modernen Wissenschaften (insbesondere der Naturwissenschaften) nur über die caesarische Verarbeitung des Mythos (und der Philosophie): über die Theologie des Christentums (über das Dogma und die Bekenntnislogik, über Trinitätslehre und Opfertheologie), möglich.
Wenn Freude die Freude am Glück und an den guten Handlungen anderer ist, dann gehört die Fähigkeit, das Glück und die guten Handlungen anderer neidlos sehen zu lernen, dazu. -
15.11.93
Wie stellen sich die Naturwissenschaftler das eigentlich vor, daß irgendwann in der Welt irgendwelche Dinge angefangen sind zu sehen und zu hören?
Unterscheiden sich die beiden Schöpfungsberichte nicht dadurch, daß
– der erste mit dem Licht beginnt (auf das Sehen, das Angesicht sich bezieht), während
– der andere den Menschen durch den Atem Gottes zum Leben erweckt (d.h.: auf die Sprache sich bezieht und mit der Geschichte vom Sündenfall endet)?
Wer den Wahrheitsbegriff auf die Übereinstimmung von Begriff und Gegenstand gründet, versperrt sich selbst den Weg zu der Wahrheit, die lebendig und frei macht. Dieser Weg führt durch die Schuldreflexion hindurch.
Ist der Rechtsradikalismus (und die gegenwärtige Form der Gewalt) nicht der Naturaspekt des heutigen Weltzustandes (die Welt ist blind, die Natur taub)?
Der Zuschauer konstituiert den Schuldzusammenhang, indem er sich davon distanziert. Er spaltet die Schöpfung in Natur und Welt (Gegenstand und Begriff).
Philosophie und Caesarismus haben der Theologie und der Kirche den Trägheitsschutz eingeimpft, der sie vor der Gotteserkenntnis schützt.
Das Buch Jona ist prä- und postapokalyptisch zugleich. Es bezeichnet den Angelpunkt zwischen Prophetie und Apokalyptik. Die Buße in Ninive geht vom Volke aus, ergreift dann auch den König, der die Tiere (die Welt) mit einbezieht. Nicht zuletzt wegen des Viehs wird Ninive verschont.
Innerweltlich gibt es trotz aller Probleme keine Alternative zur Deszendenztheorie; sie verändert sich vollständig, wenn man die Kritik des Weltbegriffs mit hereinnimmt.
Zum Weltbegriff gehören viele (Tier- und Herrschafts-)Götter; er ist an sich polytheistisch. Ist nicht die Welt ein plurale tantum, wobei die Frage nach der besten aller Welten gegenstandslos ist (die Religion, der man angehört, ist ohnehin die falsche)?
Ist nicht auch der Vater ein plurale tantum (Ursprung des plural majestatis) und seine Unterwerfung unters Identitätsprinzip Grund der Vermischung von Gewalt und Autorität?
Im Namen des Hundes begreife ich sowohl die Gattung Hund als auch die Welt des Hundes: alle drei sind ineinander verschränkt (und die Namen der Tiere sind in die Bestimmungsmacht der Menschen gegeben).
Zu Marx, Freud und Einstein: Haben nicht alle drei ihre Kopenhagener Schule, mit wachsender Zuspitzung des Problems, von Marx zu Engels, von Freud zu Jung und von Einstein zu den Promotoren der Atomphysik?
Die Selbstverfluchung Petri bei der dritten Leugnung entspricht dem Danielschen Greuel am heiligen Ort.
Ist der Objektbegriff die Grundlage der Seelenvorstellung?
Cohen, S. 522: Der Hass ist subjektlos, ein Weltaffekt, Produkt der Identifikation mit dem „Haß der Welt“.
S. 523: Ist nicht die Idee des „Naturfriedens“ wie auch die des Naturschönen, und damit die Idee des Friedens insgesamt, begründet im Wunder sinnlichen Naturerfahrung?
S. 524: Der Haß ist Rückfall in Biologie; und das gilt nicht nur für den Rassismus.
S. 527: Die Freude über eine gute Handlung bezeugt die Lebenskraft des Friedens. (Der Rechtsradikalismus ist ein Indikator für den Naturaspekt des Weltzustandes, der die Menschen zwingt, dem Verlangen, gut zu sein, zu entsagen und …)
Dem Glück sind die Tränen der Freude näher als das Lachen. -
01.11.93
Sind Brot und Wein Symbole für Nomen und Verb (sind Wein – und die Trunkenheit -, sowie Wasser und Blut gemeinsame Symbole des Verbs; und ist das Nomen nicht das abgestorbene – gemordete -und wieder auferstandene Verb)?
Die Nomina werden bestimmt durch Kasus (die „Fälle“), Geschlecht und Numerus, die Verben durch Modus, Tempus und Person.
Hermann Cohen (Religion der Vernunft, S. 89, vgl. auch S. 120) weist zu 4 Mos 208: „… und redete vor ihren Augen mit dem Felsen, daß er sein Wasser spendete“, darauf hin, daß Moses nach rabbinischer Tradition sich verfehlte („Gott als Geist verleugnete“), weil er auf den Felsen geschlagen hat, anstatt ihm durch das Wort das Wasser zu entlocken.
Adam, die Schlange und der Staub: Begriff und Vorstellung der Materie repräsentieren die zurückgestaute Kraft des Namens (und den Grund der Trunkenheit). Sie gründen in der selbstreferenziellen Struktur des Systems und konstituieren das projektive Moment in jeder begrifflichen Erkenntnis (keine Projektion ohne Mordlust).
Der Grund repräsentiert die benennende Kraft in der Erkenntnis: So hängt er mit dem Begriff der Materie, der ihn zugleich neutralisiert, zusammen.
Die Orthogonalität begründet die Negativität (das mathematische Element: die Ununterscheidbarkeit von Positivem und Negativem, von Richtung und Gegenrichtung) im Begriff der Dimension.
Beziehen sich die „Attribute des Seins“ (Cohen, S. 109): die Einheit, die Allmacht und die Allwissenheit, nicht auf die transzendentalen Totalitätsbegriffe: Welt, Natur und Wissen?
Das Opfer: eine Vorform des Tauschprinzips?
Ist der Löwe der Typos der Geldwirtschaft (und das Lamm Typos des Schuldenopfers)?
War das Opfer der Söhne und Töchter, die „durchs Feuer geschickt“ wurden, ein Opfer an den Drachen, und hängt es zusammen mit dem Staub, zu dem Adam wird und den die Schlange frißt?
Ist der Adressat des Erstgeburtsopfers (siehe die Exodusgeschichte) nicht der gleiche Dämon, dem der Ursprung des Staates und der Philosophie sich verdankt?
Die Ambivalenz des Lachens rührt her von seiner Beziehung zum Schmerz. Ist nicht heute alles Lachen projektives Lachen (der verdrängte, nicht der aufgehobene Schmerz): Schadenfreude (nach dem deutschen Sprichwort die „beste Freude“) ist das Gegenteil der Freude, ein Instrument der Selbsterhaltung der Ichschwäche. Setzt sich, wer sich das Lachen der Verzweiflung verbietet, nicht dem Irrsinn aus?
Das wirkliche Objekt des Darwinismus ist nicht die Naturgeschichte, sondern die Wirtschafts- und Geistesgeschichte.
Die Anwendung des Schiller-/Hegelschen Satzes „Die Weltgeschichte ist das Weltgericht“ auf den Darwinismus führt zu dem Resultat, daß alle Tiere verurteilt sind und nur als Verurteilte (als Gattung) überleben.
Hat das Joch des Jeremias etwas mit dem Gordischen Knoten (und mit Alexander) zu tun?
Ist die Beziehung des ersten Teils des Stern der Erlösung zum Mythos in der Funktion des Naturbegriffs, seiner Bedeutung für die Konstruktion des Ganzen, begründet? Und ist deshalb der „Übergang“ zur Offenbarung nur mit Hilfe des Erkenntnisgebrauchs der Umkehr, die allein das projektive Moment im Anfang tilgen kann, möglich?
Der Naturbegriff ist das Produkt der verweigerten Umkehr. Deshalb bezeichnet er aufs genaueste die „Pforten der Hölle“. -
20.10.93
Läßt sich die Struktur der hebräischen Sprache aus der Weigerung, sich der Logik des Andersseins anzugleichen, erklären? -Deshalb ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ein eifersüchtiger Gott, deshalb hat er keine anderen Götter „sich gegenüber“. Und Hegels Atheismus gründet in dem Satz: Das Eine ist das Andere des Anderen.
Durch Positivität verfällt die Trinitätslehre dem Anderssein, dem Götzendienst.
Zum Problem der Gematria: Ist nicht die Trennung der Mathematik von der Sprache in Alexanders Tat: der Durchschlagung des gordischen Knotens, symbolisiert (Trennung von Joch und Deichsel)?
Hypothese:
– Der Islam ist die ins Semitische übersetzte Philosophie (Rezeption des Weltbegriffs: ist nicht die creatio mundi ex nihilo eine islamische Erfindung?),
– das Christentum hingegen der Versuch, die Offenbarung ins Griechische zu übertragen (Feuer sollte es werden, und eine Sintflut ist es geworden). -
18.10.93
Besteht ein Zusammenhang zwischen der Durchsetzung des nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses und dem Ursprung des Islam (s. Kelly, S. 340)?
Die alten Bekenntnisformeln sprechen noch von der Erschaffung von Himmel und Erde. Die creatio mundi ex nihilo ist ein scholastisches, durch den Islam vermitteltes Konstrukt.
Im Westen war das apostolische Bekenntnis das Taufbekenntnis, das nizäno-konstantinopolitanische das Eucharistiebekenntnis. Worin ist diese Doppelung begründet, und was drückt sich darin aus?
Das conceptus de spiritu sancto (natus de Maria virgine) scheint vom Ursprung her nicht als (aktive) Zeugung durch den Heiligen Geist sondern als dessen (passive, gleichsam weibliche) Empfängnis verstanden worden zu sein. Maria hat ihn nicht „vom Heiligen Geist empfangen“, sie hat ihn nur geboren. Vgl. die Bemerkung des Hilarius, daß es die Rolle des Geistes sei zu empfangen (S. 371). – Vgl. hierzu Luk 135: Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; daher wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Sohn Gottes genannt werden.
Nicht nur die Vorgeschichte der drei Leugnungen Petri (die Ankündigung), sondern auch der Kontext gehört zum Verständnis dazu: Der Vorgang ereignet sich in der Nacht, im Hof des Hohepriesters, während des Verhörs (mit der Untauglichkeit der falschen Zeugen und der messianischen Selbstoffenbarung Jesu), an einem Feuer, an dem die Diener des Hohepriesters sich wärmen.
Wenn die Geschichte von den drei Leugnungen stimmt, dann liegt in ihr (und d.h. im Christentum) der Schlüssel für die Probleme der drei „Weltreligionen“.
Indem die transzendentale Logik das Wissen begründet, kritisiert sie es zugleich, trennt sie es von der Erkenntnis und macht sie es zu einem Anderen der Sache selbst. Die Vollendung des Weltbegriffs, der Begriff des Absoluten, ist die Selbstzerstörung der Erkenntnis.
Es gibt keinen direkten Weg von den Naturwissenschaften zur Theologie, nur den über die Erkenntnis- und Gesellschaftskritik.
Ist die am zweiten Tag erschaffene Feste, die die unteren von den oberen Wassern trennt, und die Gott dann Himmel nannte, das räumliche (kosmische) Äquivalent der Philosophie? Und sind die paulinischen Archonten nicht ein Hinweis darauf, daß es nicht nur ein transzendentales Subjekt, sondern eine bestimmte Zahl unterschiedener transzendentaler Subjekte gibt (die sieben unreinen Geister)? Wenn Maria Magdalena als einzige von den sieben unreinen Geistern befreit ist, ist sie dann nicht die Verkörperung des Lösens („wird auch im Himmel gelöst sein“)?
Nicht Verurteilen („Verdammen“), sondern Retten wäre die Aufgabe einer parakletischen Theologie.
Enthält die Fahrlehrer-Weisheit: Dreimal Rechts ist einmal Links (und umgekehrt), nicht auch eine politische Wahrheit? Ist nicht Orthogonalität das Paradigma von Form und Struktur?
Das Resultat
– einer Kritik des Bekenntnisses müßte eine Logik des Angesichts,
– das einer Kritik der Philosophie eine Logik des Namens und
– das einer Kritik der Physik eine Logik des Feuers
sein: die Erkenntnis ihrer inneren Grenze (der Grenzer des Wissens).
Das Antlitz ist kein optischer, sondern ein sprachlicher Sachverhalt, und seine Erneuerung hat etwas mit dem Parakleten zu tun. -
16.10.93
Füllt das homousion nicht die Lücke aus, die die Umwandlung des homologein ins Bekenntnis hinterlassen hat, überbrückt es nicht falsch den Abgrund, den das Bekenntnis aufgerissen hat?
Durch das homousion ist die Theologie zur Magd der Philosophie geworden.
Das homousion ist der Kompromiß zwischen der Vergöttlichung des Kaisers und dem Christentum. Ein Kompromiß, der durch die Ohnmacht gegenüber der Gewalt des Weltbegriffs erzwungen wurde.
Ist das johanneische en arche dem mosaischen bereschit deckungsgleich, bezeichnen beide Worte den gleichen Sachverhalt, den gleichen „Anfang“?
Ist der johanneische logos nicht eine theologische und politische Kategorie zugleich, und worauf bezieht er sich: auf die Schöpfung der Welt oder auf die Erschaffung von Himmel und Erde (Joh 13: Alle Dinge sind durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines geworden, das geworden ist)? Wenn die Einfügung des homousion ins Credo (der dogmatische Sündenfall der Kirche) nicht zuletzt dem kaiserlichen Eingriff Konstantins sich verdankt, so spricht einiges dafür, daß zumindest Konstantin (und möglicherweise nur er) wußte, was er tat.
Liegt hier nicht der Grund der paulinischen Obrigkeits-Lehre und des paulinischen Satzes, wonach am Ende, wenn dem Sohn alles unterworfen sein wird, „auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen wird, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei“ (1 Kor 1528)?
Verschiebt sich das Problem der dogmatischen Theologie nicht immer deutlicher in die innertrinitarische Beziehung von Vater und Sohn: in den Begriff der Zeugung?
Die Logik, der der Naturbegriff seine ganze Gewalt (und seine verborgene christologische Struktur) verdankt, ist die Logik der Exkulpation; mit der gleichen Logik wälzen die Arbeitgeber ihre eigenen Fehler auf den Markt ab und lassen für die Folgen die Arbeitnehmer haften; und es ist die gleiche Logik, mit der wir IHM die ganze Last aufbürden, um dann schlicht und frech zu behaupten, er habe die Sünden der Welt hinweggenommen. -
15.10.93
Zebrastreifen: Überleben ist wichtiger als Rechtbehalten. Das Privileg, Recht zu behalten, haben nur die, die der Probleme des Überlebens enthoben sind. – Heute haben Militärs die größte Chance, Kriege zu überleben.
Zu Kelly, Glaubensbekenntnisse, S. 194: Wenn die östlichen Bekenntnisse „stärker theologisch“ sind, mit Ideen zu tun haben, während westliche Bekenntnisse „von Tatsachen sprechen“, so hängt das mit der stärkeren Verrechtlichung (und Individualisierung) des Glaubens zusammen (dem westlichen credo entspricht im Osten in der Regel das credimus). Ideen sind prinzipiell nachvollziehbar und einsichtig, Tatsachen unterliegen (wie die „Erkenntnis“ des Richters im Rechtsstreit) der Beweislogik und bedürfen, wenn sie nicht durch Eigenwahrnehmung gesichert sind, der Bestätigung durch Zeugen. Tatsachen unterliegen der Logik der Öffentlichkeit. Die theologischen Begriffe des Westens sind von einem Juristen (Tertullian) aus dem Griechischen ins Lateinische übertragen worden. Hat nicht Tertullian die westliche Theologie zu einer Bekenntnis-Theologie, und d.h. zu einer Objekt-Theologie, gemacht? Hier läßt sich die Bekenntnis-Logik als Logik des Bindens (die am Ende bei Kant als transzendentale Logik, als apriorisches System der Subjektivität, sich enthüllt) begreifen. Die Tatsachen-Logik zerstört den Zeitkern der Wahrheit: das Moment des Namens in der Idee der Wahrheit.
Wenn das liberum arbitrium der Repräsentant des Inertialsystems in der Moral ist: In welcher Beziehung steht es dann zur Umkehr?
Wovon hat die frühe Kirche gelebt, wie waren ihre materiellen Grundlagen geregelt?
Zum Begriff der projektiven Erkenntnis: Die Griechen brauchten den Begriff der Barbaren, um den Ursprung der begrifflichen Erkenntnis, der Philosophie, projektiv abzusichern, die moderne Aufklärung benötigte den Begriff der Wilden.
Abraham war ein Hebräer: Hat das etwas mit Beziehung des Namens Adam zu adama zu tun?
Das Urschisma war die erste Leugnung, die Scholastik (aufgrund ihrer genetischen Beziehung zum Islam) die zweite und am Ende die Unfähigkeit zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Aufklärung die (mit der Selbstverfluchung einhergehende) dritte Leugnung.
Beweisen die Starnberger Studien 3 nicht das Gegenteil dessen, was sie beweisen wollen: Wenn der Staat die Organisationsform einer Gesellschaft von Privateigentümern ist, dann führt die Privatisierung staatlicher Aufgaben nicht zu einer Schwächung, sondern zu einer Stärkung des Staates: zur Totalisierung des Gewaltmonopols des Staates (und zur explosiven Ausdehnung der Sicherheitsaufgaben und der Rüstung). Hängt es nicht hiermit zusammen, daß heute Soldaten die größte Chance haben, einen Krieg zu überleben? – NB: Gegenstand dieser Starnberger Studie ist das „Problem der Sicherung von Bankeinlagen“.
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